Stand: 01.01.2019 00:00 Uhr

Rente, Steuer & Co: Alles neu macht - der Januar

Der 1. Januar ist da und alle, die gegen den Silvester-Kater etwas aus dem Supermarkt brauchen, werden es bemerken: Einzelhändler müssen ab heute gut sichtbar kennzeichnen, bei welchen Verpackungen es sich um Einweg- und bei welchen um Mehrwegflaschen handelt. Das ist nur eine der Neuerungen, die zum Jahreswechsel greifen. Hintergrund der neuen Kennzeichnung ist laut Verbraucherzentrale, dass in Deutschland immer noch mehr statt weniger Abfall durch Getränkeverpackungen anfällt. Und das, obwohl seit 2003 Pfand auch auf Einwegflaschen eingeführt wurde. Vielen Verbrauchern sei der Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegpfand gar nicht bewusst, so die Verbraucherzentrale weiter.

Eine Steckdose und Geldscheine.

Strom und Gas werden 2019 teurer

Nordmagazin -

Ab Januar 2019 steigen fast im ganzen Land die Preise für Strom und Gas. Schuld seien die gestiegenen Beschaffungs- und Netzkosten sowie hohen Steuern und Umlagen, sagen die Anbieter.

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Verbesserungen durch Brückenteilzeit

Eine gute Nachricht gibt es für Menschen, die ihre Angehörigen pflegen: Ab Anfang 2019 wird es für sie einfacher, ihre Arbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum zu vermindern. Nach dem sogenannten Teilzeit- und Befristungsgesetz soll sichergestellt werden, dass Arbeitnehmer, die wegen der Pflege von Angehörigen nur in Teilzeit gearbeitet haben, wieder zu ihrer ursprünglich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit zurückkehren können. Ein paar Einschränkungen gibt es allerdings: Anspruch auf diese sogenannte Brückenteilzeit haben nur Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeitern. Und: Das Arbeitsverhältnis muss länger als sechs Monate bestanden haben.

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Niedersachsen 2018: Das Jahr in Bildern

Monatelange Hitze, staubtrockene Böden, Moorbrand bei Meppen. Und noch viel mehr ist 2018 in Niedersachsen passiert. Ein Rückblick in Bildern. mehr

Haftpflicht und Hausrat - Ende der allgemeinen Verunsicherung?

Kein Überblick mehr im Dschungel der Policen? Vielleicht schafft diese Neuregelung Abhilfe: Beim Abschluss einer Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ist ab jetzt sofort ein neues Informationsblatt Pflicht. Die Versicherung muss ihrem Kunden rechtzeitig vor der Unterschrift über die Art der Versicherung, den Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise sowie über Ausschlüsse informieren. Dieses Blatt darf einen Umfang von maximal drei Seiten haben. Darüber hinaus müssen die Laufzeit sowie Anfangs- und Enddatum des Vertrags angegeben sein - und die Pflichten des Kunden, um etwaige Schäden auch erstattet zu bekommen.

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Niedersachsen 2018 aus der Luft

2018 hat NDR.de das Land Niedersachsen auch aus der Vogelperspektive betrachtet: Die Marienburg im Schnee, Felder zur Erntezeit, Kreuzfahrtschiffe in Bewegung und mehr. mehr

Mehr Zeit für die Steuer

Schon wieder ein Jahr zu Ende - und damit rückt auch eine der vermutlich beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen in greifbare Nähe: die Erstellung der Steuererklärung. Da das Steuergesetz in 2017 geändert worden ist, bleibt ab Januar 2019 nun ein bisschen mehr Zeit. Wer seine Erklärung selbst erstellt, hat bis zum 31. Juli Zeit - zwei Monate länger als bislang. Wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Unterlagen für das Finanzamt zusammen, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis zum 29. Februar 2020 abgegeben werden. Belege, etwa Spendenquittungen, müssen nicht mehr eingereicht werden - die Dokumente in den Papierkorb zu schmeißen, ist allerdings nicht ratsam: Das Finanzamt kann die Vorlage auch ein Jahr nach Bekanntgabe des Bescheides nachträglich verlangen.

Mindestlohn steigt - auch im kommenden Jahr

Es sind nur 35 Cent - aber immerhin: Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt ab 1. Januar 2019. Derzeit liegt er bei 8,84 Euro, ab 2019 steigt er auf 9,19 Euro pro Stunde. Die nächste Erhöhung ist schon in Sicht: In einer zweiten Stufe folgt im Jahr 2020 eine Anhebung auf 9,35 Euro. Der Mindestlohn gilt seit dem 1. Januar 2018 ausnahmslos in allen Branchen. Bis auf einige Ausnahmen gilt dieses Minimum für alle volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland - auch für Rentner, Minijobber oder Saisonarbeiter. Die genannten Ausnahmen sind beispielsweise Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten, nachdem sie wieder arbeiten. Auch Auszubildende sowie alle, die ein Pflichtpraktikum oder ein Praktikum unter drei Monaten absolvieren, haben keinen Anspruch auf den Mindestlohn.

Rentner haben etwa mehr auf dem Konto

Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat bald ein wenig mehr auf dem Konto, denn die Arbeitgeber und Beschäftigte zahlen im kommenden Jahr wieder den gleichen Teil des Beitrags. Das Kindergeld steigt, ebenso die Hartz-4-Sätze. Und: Familien mit Kindern zahlen weniger Steuern. Weil die Wirtschaft noch gut in Fahrt ist, dürften 2019 auch die Löhne steigen, schätzen Experten. Rentner können sich außerdem auf ein Plus von mehr als drei Prozent einstellen. Gut- und Besserverdiener müssen dagegen mehr in die Sozialkassen einzahlen.

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Niedersachsen 2018: Die bewegendsten Ereignisse

Ein Kampfhund tötet seine Besitzer, das Land ächzt unter Hitze und Dürre, bei Meppen brennt das Moor. Manche Ereignisse aus 2018 werden in Erinnerung bleiben. Ein Rückblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.12.2018 | 12:00 Uhr

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