Stand: 30.01.2018 14:24 Uhr

Guter Rat bei schlechten Noten

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Schlechte Noten sorgen in manchen Familien für viel Ärger.

Am Mittwoch in Niedersachsen und bis zum Wochenende in allen Nord-Ländern: Hunderttausende Schülerinnen und Schüler bekommen jetzt Halbjahreszeugnisse. Auch wenn die Noten meist bereits bekannt sind, und es noch nicht um die Versetzung geht, fürchten sich viele Kinder und Jugendliche vor dem Termin. Denn wenn sie mit einem schlechten Zeugnis nach Hause kommen, treffen sie dort auf wenig Verständnis und Hilfe.

Hilfe am Telefon

An den Tagen um die Zeugnisausgabe bieten die Schulbehörden telefonisch Rat und Hilfe (Telefonnummern siehe unten). Der bundesweite Verein "Nummer gegen Kummer" hilft Schülern ganzjährig in kritischen Situationen. Dort können Schüler mit den Beratern auch das spätere Gespräch mit den Eltern üben. Die Experten raten Schülern, offen mit den Eltern über das Zeugnis zu reden, und die Gründe für schlechte Noten aufzuzeigen. Außerdem sollten die Jugendlichen Hilfe und Unterstützung der Eltern einfordern, um Noten zu verbessern.

Lehrer können vermitteln

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Per Telefon bekommen Kinder Trost und Rat.

Erster Ansprechpartner für Schüler kann auch ein Lehrer des Vertrauens sein. In schwierigen Fällen kann er möglicherweise zwischen Kindern und Eltern vermitteln, etwa mit einem Anruf bei den Eltern. Wenn Schüler ihre schwachen Noten nicht nachvollziehen können, raten die Experten von "Nummer gegen Kummer" zu einem gemeinsamen Gespräch von Schülern und Eltern mit dem Lehrer. Dabei sollte der Pädagoge nicht als Gegner, sondern als Partner gesehen werden.

Mehr Gelassenheit der Eltern gewünscht

Unter einer eigenen Nummer bietet der Verein "Nummer gegen Kummer" auch Eltern Rat an, wie sie ihr Kind am besten unterstützen können. Manche Eltern neigten dazu, ihre Kinder zu überfordern, so die Pädagogen. Eltern sollten sich freuen, wenn sie ein glückliches Kind haben, das neben der Schule auch andere Interessen hat. Insgesamt seien Kinder mit ihren Leistungen häufig zufriedener als die Eltern. Auch weniger gute Noten im Zeugnis verdienten das Lob der Eltern.

Hier finden Kinder und Jugendliche Rat und Hilfe bei Problemen mit den Zeugnissen - auf Wunsch auch, ohne ihren Namen zu nennen:

Hier gibt es Hilfe bei schlechten Zeugnissen

Niedersachsen:
Mittwoch, 31. Januar, von 8-17 Uhr unter Telefon: (0531) 484-30 16
oder per Mail unter zeugnishotline@nlschb.niedersachsen.de

Hamburg: Zeugnisdienst der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ)
Mittwoch, 31. Januar bis Freitag, 2. Februar, 8.30-16 Uhr: (040) 428 99 20 02
E-Mail-Beratung (nur für Schülerinnen und Schüler): schueler-zeugnisdienst@bsb.hamburg.de
Weitere Hilfe bieten die Regionalen Bildungs- und Beratungssstellen

Mecklenburg-Vorpommern: Schulpsychologischer Dienst der Schulämter
Freitag, 2. Februar, 10-16 Uhr
Schwerin: (0385) 588-781 84
Rostock: (0381) 7000-784 65
Neubrandenburg: (0395) 380-783 30
Greifswald: (03834) 59 58 60

Schleswig-Holstein bietet keine regionalen Ansprechpartner und verweist auf die Nummer gegen Kummer.

bundesweit: Nummer gegen Kummer
ganzjährig
Kinder- und Jugendtelefon: Montag bis Sonnabend, 14-20 Uhr: 11 61 11 (kostenlos)
Elterntelefon: Montag bis Freitag, 9-11 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 17-19 Uhr: (0800) 111 05 50 (kostenlos)

Weitere Informationen

Schulferien 2018/19

Die Ferientermine der norddeutschen Bundesländer auf einen Blick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 31.01.2018 | 07:40 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/Rat-und-Hilfe-bei-schlechten-Noten,zeugnisse103.html

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