Stand: 07.06.2019 11:13 Uhr

Ameisen: So vertreibt man die lästigen Krabbler

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In den Nestern liegen die Eier der Ameisen gut geschützt.

Jetzt im Frühsommer laufen sie zur Höchstform auf: Ameisen, die kleinen, fleißigen Krabbeltiere. Im Garten lockern sie die Erde auf, vertilgen tote Tiere und ernähren sich unter anderem von den Larven einiger Schädlinge. Allerdings können sie auch lästig werden, wenn sie Pflanzen befallen oder in Massen ins Haus kommen. Statt mit der chemischen Keule auf Ameisen loszugehen, sollte man auf bewährte Hausmittel zurückgreifen.

Viele verschiedene Arten

In unseren Breiten leben rund 100 Ameisen-Arten. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich nur in der Größe, die von knapp zwei bis zu zehn Millimetern reicht. Doch auch Farbe und die Art des Nestbaus sind verschieden: unterirdisch, über der Erde, in altem Holz und manchmal in Gebäuden.

Essbares gut verschließen

Auf der Nahrungssuche kommen einige Ameisenarten in Wohnungen. Haben sie eine Futterquelle gefunden, legen sie eine Duftspur, an der sich ihre Artgenossen orientieren. So entstehen sogenannte Ameisenstraßen. Wer Krümel und Nahrungsreste - auch von Haustieren - schnell beseitigt, beugt dem vor. Vorräte gehören in dicht schließende Behälter, auch im Kühlschrank. Abfälle sollte man täglich aus der Wohnung bringen.

Starke Gerüche vertreiben Ameisen

Um Ameisen den Weg ins Haus zu versperren, können Fugen und Ritzen mit Silikon abgedichtet werden. Kräftige Gerüche vertreiben Ameisen, denn sie stören ihren Orientierungssinn. Bewährt haben sich Öle oder Kräuter-Konzentrate, etwa Lavendel und Minze. Auch Zitronenschalen, Essig, Zimt, Chili, Gewürznelken und Farnwedel, die vor Eingänge sowie auf Ameisenwege und -nester gelegt werden, helfen.

Kalk stoppt die Ameisen

Eine Alternative sind alkalische Stoffe wie Kalk oder Kreide. Ameisen vermeiden es, mit ihnen in Kontakt zu kommen und laufen nicht über einen dicken Kreidestrich oder eine Spur aus Gartenkalk. Allerdings werden die Tiere versuchen, den Strich zu umgehen. Umstritten ist die Methode, Backpulver auszustreuen. Die Wirkung ist begrenzt, aber die Ameisen können daran qualvoll sterben.

Ameisen schützen Blattläuse

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Ameisen mögen die Ausscheidungen von Läusen, den Honigtau.

Im Garten sind Wegameisen eine verbreitete Gattung. Sie bevorzugen süße Nahrung, etwa Honigtau, die Ausscheidungen von Blatt- und Schildläusen. Ameisen folgen Läusen bis in die Spitzen vieler Pflanzen und schützen die Läuse sogar vor Fressfeinden. Wer die Ameisen vertreiben will, sollte die Läuse bekämpfen. Gleichzeitig sollte die Pflanze gestärkt werden, denn die Schädlinge befallen bevorzugt geschwächte Pflanzen.

Kies statt Sand verwenden

Die Schwarze Wegameise baut ihr Nest gern unter Gartenplatten, die sich im Frühjahr schnell erwärmen. Krümel für Krümel tragen die Tiere Sand heraus, bis die Platten nicht mehr stabil liegen. Schon beim Verlegen der Platten sollte man als Untergrund statt Sand feinen Kies verwenden, den Ameisen nicht wegtragen können. Eine andere Möglichkeit ist es, die Fugen komplett mit Mörtel zu verschließen.

Umzug für Ameisen organisieren

Andere Arten leben unter dem Rasen und höhlen den Boden aus. Werden sie lästig, kann man sie umsiedeln, indem man einen großen, mit trockenem Gras und etwas Marmelade gefüllten Blumentopf über das Nest stülpt. Nach einiger Zeit ziehen die Ameisen in den Topf um und nehmen ihre weißen Eier mit. Ist der Umzug beendet, kann man den Blumentopf mit einer Schaufel anheben, in eine Plastikkiste setzen und an einem mindestens 30 Meter entfernten geeigneten Standort mit lockerem Boden ablegen.

Keine Gefahr für Menschen

Für Menschen selbst sind Ameisen ungefährlich. Wenn sie sich bedroht fühlen, versprühen sie Ameisen- oder Methansäure, die auf der Haut brennt. Die geringen Mengen sind jedoch für Menschen, die nicht allergisch reagieren, harmlos.

Ameisenheger Gerold Müller.

Der Ameisenflüsterer

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 10.08.2018 | 19:30 Uhr

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