Klaas Stok & NDR Chor: Klänge aus Mähren

Stand: 02.06.2021 11:00 Uhr

Ein Zusatzkonzert in der Elphi zum Abschluss einer Corona-gebeutelten Saison: Klaas Stok und der NDR Chor entführen mit ihrem Konzertprogramm im Juli nach Böhmen und Mähren.

Die üppigen Landschaften Böhmens und Mährens mit ihren Wäldern, Bergen und mäandernden Flüssen fanden ihren Weg in die Musikgeschichte, vielfach besungen von den großen Komponisten des Landes; allen voran Antonín Dvořák, Leoš Janáček und Bohuslav Martinů. Ihnen widmen der NDR Chor und Chefdirigent Klaas Stok ein Konzert.

Bitte beachten Sie die tagesaktuellen Informationen zum Konzertbesuch in Corona-Zeiten auf den Seiten unseres Vertriebspartners, der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft mbH.

So, 11.07.2021 | 11 Uhr
Hamburg, Elbphilharmonie, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Klaas Stok Dirigent
Dirk Luijmes Harmonium
Hanna Rabe Harfe
Philip Mayers Klavier
NDR Chor

ANTONÍN DVOŘÁK/LEOŠ JANÁČEK
Šest moravských dvojzpěvů (Sechs Klänge aus Mähren)                           
(Mährische Duette von A. Dvořák, bearbeitet von Leoš Janáček)
ANTONÍN DVOŘÁK
V přírodě, opus 63 (In der Natur)                                                         
LEOŠ JANÁČEK
Kačena divoká (Die Wildente)                                                                        
Vlčí stopa (Die Wolfsspur)                 
BOHUSLAV MARTINŮ
Čtyři písně o Marii (Vier Lieder über Maria)
LEOŠ JANÁČEK
Otčenáš (Vater unser)

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Leoš Janáček: Volksmusik in der DNA

Im Zentrum des Konzerts steht der in Mähren geborene Leoš Janáček. Wie auch sein späterer Freund Antonín Dvořák wuchs er mit den Volksliedern seiner Heimat auf, sie bilden praktisch seine DNA als Musiker. Altes Liedgut und Volksdichtungen inspirierten Janáček zu eigenen Werken. Im Chorstück "Die Wildente" versetzt er sich in eine angeschossene Ente, die um ihre nun mutterlosen Küken trauert.

Als ausgewiesener Liebhaber der tschechischen Sprache versuchte Janáček Sprachklang und Dialekt in der Musik nachzuahmen und erfand so seinen eigenen unverwechselbaren deklamatorischen Stil. Lange bevor dem Komponisten mit der Oper "Jenůfa" sein internationaler Durchbruch gelang, klang dieser Sprechgesang bereits in der Gebetvertonung "Vater unser" an.

Orchester und Vokalensemble