Stand: 25.08.2020 15:00 Uhr

dienstags um acht mit Mahlers 4. Sinfonie

 

Di, 25.08.2020 | 20 Uhr
Website der NDR Radiophilharmonie

Andrew Manze Dirigent
Ania Vegry Sopran
NDR Radiophilharmonie

GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 4 G-Dur
für Sopran und Kammermusikensemble
(Arr.: Klaus Simon)

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Himmlische Freuden

Seine Sinfonie Nr. 4 legte Mahler 1901, und damit fünf Jahre nach der Sinfonie Nr. 3 vor. Zwar ist die Vierte in einem deutlich kleineren Rahmen gehalten, doch Mahler knüpfte an die Gedankenwelt der Dritten an, indem er auch hier einen Text aus der Gedichtsammlung "Des Knaben Wunderhorn" vertonte: "Wir genießen die himmlischen Freuden" - die kindliche Vision eines scheinbaren Paradieses, vorgetragen vom Solo-Sopran im Finalsatz. Die Gestik dieses Satzes prägt das gesamte Werk. Schon der Beginn mit seinem Schellenklingeln wirkt wie eine Betrachtung der Welt mit Kinderaugen. Der zweite Satz lässt uns gruseln, und verbreitet dennoch ein seltsam heiteres Gefühl der Harmlosigkeit. "Der Tod streicht absonderlich die Fiedel und geigt uns in den Himmel hinauf", schrieb der Dirigent Bruno Walter dazu. Mahler selbst bemerkte über seine Vierte Sinfonie: "Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat. Im letzten Satz (im ,Himmlischen Leben‘) erklärt das Kind …, wie alles gemeint sei."

Screenshot aus dem Konzertvideo 4. Sinfonie Gustav Mahler, Juli 2020
61 Min

"dienstags um acht": Mahler mit Ania Vegry

Mahlers 4. Sinfonie mit Ania Vegry (Sopran) im "Wunderhorn"-Schlusssatz "Wir genießen die himmlischen Freuden". 61 Min

Blick auf die Bühne im Großen Sendesaal mit Beschriftung "NDR Radiophilharmonie - dienstags um acht" © NDR Foto: Christian Bernstorf

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