Stand: 13.08.2020 13:50 Uhr

Zwischenzeit 9 und 13: Sinfoniekonzert mit Andrew Manze

Die momentanen außergewöhnlichen Zeiten erfordern und ermöglichen es, aus ungewöhnlichem Repertoire zu schöpfen. Auf dem Programm dieser beiden Zwischenzeit-Konzerte der NDR Radiophilharmonie unter Chefdirigent Manze stehen, neben Haydns Sinfonie Hob. I:80, Strawinskys „Bläsersinfonien“ und Korngolds Suite aus seiner Bühnenmusik zu Shakespeares „Viel Lärm um nichts“.  Beide Werke entstanden um 1920, sind jedoch von deutlich unterschiedlicher Couleur – Neutöner Strawinsky trifft auf den gemäßigt modernen zukünftigen Filmkomponisten Korngold.

Zwischenzeit 9 | Do, 01.10.20 | 17 Uhr
Zwischenzeit 13 | Sa, 03.10.20 | 20:30 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal
Sinfoniekonzert

Andrew Manze Dirigent
NDR Radiophilharmonie

(*Achtung: geänderte Reihenfolge)
IGOR STRAWINSKY
Sinfonien für Blasinstrumente
JOSEPH HAYDN
Sinfonie Nr. 80 d-Moll Hob. I:80
ERICH WOLFGANG KORNGOLD
"Much Ado About Nothing" Suite op. 11

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Ungewöhnliches in d-Moll

Joseph Haydn war nicht nur als Musiker genial, sondern auch als Manager, der seine eigenen Werke international zu vermarkten wusste. Seine 1784 entstandene Sinfonie Nr. 80 sandte er auch gleich an Verleger in London, Paris und Wien – und die dürften nicht schlecht gestaunt haben, was ihnen in dieser d-Moll-Komposition vor allem an thematisch und rhythmisch Ungewöhnlichem geboten wurde.

Ein Zusammenwirken der besonderen Art

Der zweite Komponist auf dem Programm, Igor Strawinsky, sorgte im 20. Jahrhundert für jede Menge Neues, Irritierendes und so einige musikalische Skandale. In seinen „Sinfonien für Blasinstrumente“, komponiert 1920 und revidiert 1947, bleiben die Bläserinnen und Bläser der NDR Radiophilharmonie ganz unter sich und dürfen umso mehr glänzen. Die Pluralform „Sinfonien“ verweist auf das in den einzelnen Abschnitten immer andersartige Zusammenwirken und Zusammenklingen der verschiedenen Blasinstrumente.

Mit Filmmusik-Feeling

Sie klingt zwar gänzlich anders, doch ist Erich Wolfgang Korngolds Musik zu Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ fast zeitgleich mit Strawinskys „Bläsersinfonien“ entstanden. Für die Wiener Volksoper schrieb der gerade einmal 21-jährige Korngold 1918 diese Bühnenmusik, aus der er wenig später eine Suite erstellte. Zwar wurde Korngold erst ab 1934 im amerikanischen Exil zu einem der bedeutendsten Filmkomponisten, aber beim Hören dieser Suite kommt schon hollywoodsches Filmmusik-Feeling auf.

Auftakt mit Edelmann & Cello

VIDEO: Auftakt mit Edelmann & Cello: Haydn, Strawinsky und Korngold (9 Min)

 

Weitere Informationen
Andrew Manze © NDR / Nikolaj Lund Foto: Nikolaj Lund

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