Willkommen zurück! Strauss und Wagner mit Andrew Manze

Ungewöhnliche Perspektiven eröffnen die sich in diesem Konzert der NDR Radiophilharmonie unter Chefdirigent Manze. Da erweist sich der Opernkomponist Wagner mit seinem „Siegfried-Idyll“ als respektabler Sinfoniker. Vorangestellt ist eine Suite aus Strauss‘ Jugendzeit. Dabei stehen – aus den momentanen Vorschriften zur Anzahl der Mitwirkenden wird eine Tugend – mal die Bläser und mal die Streicher des Orchesters im Fokus.

Fr, 10.07.2020 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal

Andrew Manze Dirigent
NDR Radiophilharmonie

RICHARD STRAUSS
Suite für 13 Blasinstrumente
Praeludium (Allegretto)
Romanze (Andante)
Gavotte (Allegro)
Introduction (Andante cantabile) und
Fuge (Allegro con brio)

RICHARD WAGNER
Siegfried-Idyll

Das Konzert dauert eine Stunde und hat keine Pause. Tickets sind ausschließlich telefonisch über den NDR Ticketshop buchbar, Tel. (0511) 277 898 99. Der Vorverkauf beginnt am Montag, 29. Juni.

Wagners sinfonische Idylle

Seiner frisch angetrauten Frau Cosima, die bereits 1869 den Stammhalter Siegfried (genannt „Fidi“) geboren hatte, überreichte Wagner im Dezember 1870 im Schweizer Tribschen sein „Siegfried-Idyll“: „Triebscher Idylle mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang als Symphonischer Geburtstagsgruß Seiner Cosima dargebracht“, dichtete Wagner als hübsche Widmung dazu. Mit diesem bezaubernd lyrischen Ständchen in Kammerorchester-Besetzung, das parallel zur Arbeit an der Oper „Siegfried“ entstand und seine musikalischen Thema vor allem daraus bezieht, hatte er aber noch mehr im Sinn – der große Opernkomponist Wagner wollte auch einmal auf sinfonischem Gebiet punkten, was ihm mit seinem klangsinnlichen „Siegfried-Idyll“ durchaus glückte.

Jugendwerke mit großen Nachwirkungen

Richard Strauss gelang beides: Seine Sinfonischen Dichtungen machten ihn zum bedeutenden Komponisten, durch seine späteren Opern wurde er zu einem der wegweisenden Musiktheater-Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Als Strauss 1881 mit 17 Jahren eine Serenade für 13 Blasinstrumente schrieb, stand er noch ganz am Anfang seines Weges. Doch das Werk zeigte bereits Wirkung und kein Geringerer als der Dirigent Hans von Bülow wurde auf den jungen Komponisten aufmerksam. Bülow animierte Strauss dann auch zu der mehrsätzigen Suite in gleicher Besetzung, die er 1883 vollendete. Der Kontakt mit Bülow brachte Strauss sogar noch mehr ein: 1886 übernahm er von ihm das äußerst prestigeträchtige Amt des Meininger Hofkapellmeisters.

Das Konzert dienstags um acht

Eine Video-Aufzeichnung dieses Konzertabends folgt "dienstags um acht".

Weitere Informationen
Blick auf die Bühne im Großen Sendesaal mit Beschriftung "NDR Radiophilharmonie - dienstags um acht" © NDR Foto: Christian Bernstorf

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