Tripelkonzert von Sofia Gubaidulina

Die lettische Geigerin Baiba Skride begeistert weltweit mit ihrer unverwechselbaren Ausdruckskraft. Sie ist regelmäßig zu Gast bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, New York Philharmonic oder London Philharmonic.

Die deutsche Erstaufführung des Tripelkonzerts von Sofia Gubaidulina fand in der Reihe Sinfoniekonzerte A mit den herausragenden Solistinnen Baiba Skride, Harriet Krijgh und Elsbeth Moser statt. Unter der Leitung von Andrew Manze spielte die NDR Radiophilharmonie außerdem Bruckners 4. Sinfonie, die sogenannte "Romantische".

Sinfoniekonzerte A 7
Do, 19.04.2018 | 20 Uhr
Fr, 20.04.2018 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Baiba Skride Violine
Harriet Krijgh Violoncello
Elsbeth Moser Bajan

SOFIA GUBAIDULINA
Tripelkonzert für Violine, Violoncello, Bajan und Orchester
(Deutsche Erstaufführung)
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 4 Es-Dur "Romantische"

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Sie war als krönender Abschluss des Akkordeonfests Hannover 2016 gedacht: die Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Tripelkonzert für Violine, Violoncello, Bajan und Orchester. Leider gelang es der damals bereits 85-jährigen Komponistin nicht, das Stück rechtzeitig fertigzustellen. Nun wurde das Ereignis als deutsche Erstaufführung nachgeholt.

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Die junge Cellistin Harriet Krijgh gilt als Ausnahmetalent und debütierte zuletzt in der Carnegie Hall New York und der Londoner Wigmore Hall.
Grande Dame der zeitgenössischen Musik

Gubaidulinas kompositorische Anfänge reichen bis in die 1950er-Jahre zurück. Gefördert von keinem Geringeren als Dmitri Schostakowitsch, blieb sie doch eine Außenseiterin innerhalb der sowjetischen Musikszene; 1992 siedelte sie nach Deutschland über. Längst gilt Gubaidulina als Grande Dame der Szene, als eine der wichtigsten Komponistinnen weltweit. Um das Tripelkonzert zu ermöglichen, schloss sich die NDR Radiophilharmonie mit weiteren Auftraggebern zusammen, dem Boston Symphony Orchestra, der Tonhalle Zürich und der Carnegie Hall.

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Elsbeth Moser ist seit 1983 Professorin für Akkordeon an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Für ihre Verdienste um die Etablierung des Akkordeons als Konzertinstrument wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Manzes Bruckner-Faszination

Die Solistinnen des Konzerts waren dieselben wie bei der Uraufführung 2017 in Boston: die lettische Geigerin Baiba Skride, die niederländische Cellistin Harriet Krijgh sowie Elsbeth Moser am Bajan, die Initiatorin des Akkordeonfests von 2016. Auf dem Programm stand außerdem Anton Bruckners 4. Sinfonie, die berühmte "Romantische". Mit ihr setzte Andrew Manze seine Bruckner-Reihe beim NDR fort, gehört Bruckner für ihn doch zu den faszinierendsten Komponisten überhaupt.