Simone Schneider, Sopran © Foto Dörr Foto: Foto Dörr

Im Radio: Dvořák und Berg mit Sopranistin Simone Schneider

Im Konzert am 13. Mai 2021 hören Sie Dvořáks beliebte Sinfonie Nr. 8, Alban Bergs träumerische "Sieben frühe Lieder" sowie die Sinfonie "Le Matin" des jungen Joseph Haydn - ab 20 Uhr auf NDR Kultur.

Zurück zu den Wurzeln heißt es an diesem Konzertabend für den in Hannover geborenen Dirigenten Cornelius Meister. Schon mit 17 Jahren hospitierte er bei der NDR Radiophilharmonie. Längst hat ihn seine atemberaubende Karriere um die ganze Welt geführt. Aktuell ist er Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper. Vom dortigen Ensemble bringt er die Sopranistin Simone Schneider mit zum NDR. Sie wird sowohl als Salome wie auch als Leonore und als Königin der Nacht an allen großen Opernhäusern des Landes gefeiert.

Mikrofon im NDR Kultur Sendestudio © NDR.de Foto: Mathias Heller

Im Radio: 8. Sinfoniekonzert A

Do, 13.05.2021 | 20:04 Uhr | auf NDR Kultur

Cornelius Meister Dirigent
Simone Schneider Sopran
NDR Radiophilharmonie

Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:6 "Le Matin"
Alban Berg
Sieben frühe Lieder für hohe Stimme und Orchester
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Haydns sinfonische Visitenkarte

29 Jahre war Haydn alt, als er 1761 seine Kapellmeisterstelle auf Schloss Esterházy antrat. Mit seiner Sinfonie Nr. 6 gelang ihm dort ein grandioser Einstand, den er musikalisch geschickt eingefädelt hatte. Den Beginn der "Le Matin" ("Der Morgen") betitelten Sinfonie komponierte er als klangvollen Aufbruch, gleich einem prächtigen Sonnenaufgang. Die Musiker des Orchesters setzte er mit vielen solistischen Passagen brillant in Szene. Die Fürstenfamilie wie die Musiker waren von ihrem neuen Kapellmeister begeistert. So währte Haydns Dienstzeit auf dem Schloss dann auch fast 30 Jahre.

Alban Bergs Liebeslieder

Der 22-jährige Alban Berg präsentierte sich 1907 mit Liedkompositionen erstmals dem Publikum. Zu dieser Zeit hatte er sich gerade heftig verliebt: in Helene, seine Ehefrau in spe. So erzählen diese klavierbegleiteten Lieder auf Texte u. a. von Lenau, Storm und Rilke auch von der Liebe mit allen Facetten: von Lust über Leiden bis Vergänglichkeit. Die musikalische Sprache des Schönberg-Schülers Berg ist hier höchst romantisch, zart bis ekstatisch. Dann, 20 Jahre später, stellte er einige dieser Liedkompositionen zum Zyklus „Sieben frühe Lieder“ zusammen und fügte ihnen eine filigrane Orchesterbegleitung hinzu.

Dvořáks selbstbewusste Sinfonie Nr. 8

1889 wollte Dvořák mit seiner Sinfonie Nr. 8 ein von seinen bisherigen Sinfonien "verschiedenes Werk … mit individuellen, in neuer Weise ausgearbeiteten Gedanken" schreiben. Sicher wollte er sich damit wohl auch vom großen Vorbild Brahms lösen. Der Tscheche Dvořák war sowohl in der Heimat auch international auf Erfolgskurs - freie Entfaltung konnte er sich also durchaus leisten. In seiner Achten wird dies vor allem in eingängig komponierten poetischen Stimmungsbildern spürbar.

 

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