Jörg Widmann spielt Mozart

Gleich doppelt war Jörg Widmann in der Reihe der Sinfoniekonzerte C mit Chefdirigent Andrew Manze zu erleben: Als Solist in Mozarts Klarinettenkonzert und als Komponist. Zum Abschluss spielte die NDR Radiophilharmonie Beethovens 7. Sinfonie.

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NDR Kultur

Jörg Widmann spielt Mozart

22.11.2018 20:00 Uhr
NDR Kultur
44:29
NDR Kultur

Andrew Manze dirigiert Beethoven

22.11.2018 20:00 Uhr
NDR Kultur

Sinfoniekonzert C 2
Do, 22.11.2018 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Jörg Widmann Klarinette

JÖRG WIDMANN
"Con brio" Konzertouvertüre für Orchester
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

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"Tradition und Innovation zu verbinden", hat Jörg Widmann einmal als sein zentrales künstlerisches Anliegen bezeichnet. Als Komponist, Dirigent und Instrumentalist bewegt er sich ständig zwischen diesen Polen, und das höchst erfolgreich. Kaum ein anderer Künstler seiner Generation vermag es, den Klassikhörern Musik der Gegenwart so nahe zu bringen wie der 1973 geborene Münchner. "Con Brio", mit Feuer, stürzt sich Widmann nicht nur auf neue kompositorische Herausforderungen, "Con Brio" lautet auch der Titel seiner Konzertouvertüre von 2008, die den Abend eröffnet. Angelehnt an die schnellen Sätze von Beethovens Sinfonien Nr. 7 und 8, entwickelt sie einen unwiderstehlichen Drive, einen Furor, der den Klassiker Beethoven als großen Neuerer zeigt.

Ein "vollkommenes Stück"

Ganz anders Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur, eine Musik voll melancholischer Abgeklärtheit, typisch für Mozarts Spätwerk. Die Originalpartitur dieses "vollkommenen Stücks" (Widmann) ging verloren, konnte aber rekonstruiert werden. Einmal erst hat Jörg Widmann das Konzert auf CD präsentiert, umso öfter dafür live: "Ich werde nicht müde, diese Musik zu spielen, nehme mir jedes Mal wieder vor, Neues zu entdecken, und das gelingt mir auch."

Eine Sinfonie voller Freude

Der Abend endete, wie er begonnen hat, con brio nämlich: mit Beethovens 7. Sinfonie. Ein Stück zwischen Totengedenken und Freudentaumel, das die Utopie einer glücklicheren Zukunft mitreißend in Töne bannt - "eine Sinfonie voller Freude und von perfekter Struktur", um es in den Worten von Andrew Manze auszudrücken.