Isabelle van Keulen spielt Prokofjew

Die niederländische Geigerin Isabelle van Keulen spielt Violine und Viola mit der gleichen Brillanz und hat bereits mehrere Komponisten dazu inspiriert, Werke für sie zu schreiben.

Andrew Manze leitete die NDR Radiophilharmonie im sechsten Konzert der Reihe Sinfoniekonzerte A. Solistin in Prokofjews Violinkonzert war die Geigerin Isabelle van Keulen. Umrahmt wurde es von zwei Mozart-Sinfonien: Nr. 39 und Nr. 41, der sogenannten "Jupiter"-Sinfonie.

Sinfoniekonzerte A 6
Do, 08.03.2018 | 20 Uhr
Fr, 09.03.2018 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Andrew Manze Dirigent
Isabelle van Keulen Violine

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
SERGEJ PROKOFJEW
Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 "Jupiter"

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Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Andrew Manze und Isabelle van Keulen einmal gemeinsam im Großen Sendesaal auftreten würden. Schließlich lebt die niederländische Stargeigerin seit einigen Jahren in Hannover, und hier brachte sie in der Saison 2014/15 das Bratschenkonzert von Manzes Landsmann Walton zu Gehör.

Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie © NDR

Mozart: Sinfonie Nr. 41

Mozarts Jupiter-Sinfonie ist für Chefdirigent Andrew Manze die "Königin der Sinfonien": Er sieht Mozarts Genie in der großen musikalischen Tiefe und kontrapunktischen Kunstfertigkeit.

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Stilistische Vielseitigkeit

Der Wechsel zwischen Geige und Bratsche als Soloinstrument ist eines der Kennzeichen Isabelle van Keulens. Ein anderes ist ihre stilistische Vielseitigkeit: So setzt sie sich nicht nur für zeitgenössische Werke ein, sondern betätigt sich auch immer wieder als Kammermusikerin und hat zudem mehrere CDs mit Musik von Astor Piazzolla veröffentlicht. Bereits mit 17 wurde van Keulen einem Millionenpublikum bekannt, als sie den live übertragenen Nachwuchswettbewerb der BBC gewann. Seit 2012 unterrichtet sie als Professorin an der Musikhochschule Luzern.

Orchestrale Gipfelpunkte

Prokofjews 1. Violinkonzert, obwohl im Revolutionsjahr 1917 entstanden, zählt zu den lyrischsten Werken seines Schöpfers - ein Konzert mit durchaus klassischen Zügen. Insofern bildete es das passende Mittelstück zu den beiden anderen Stücken des Abends, Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonien Nr. 39 und 41. Zusammen mit ihrem Schwesterwerk in g-Moll gelten diese Sinfonien als Gipfelpunkt von Mozarts orchestralem Schaffen; nicht umsonst erhielt die Nr. 41 den Beinamen "Jupiter"-Sinfonie.