Susanne Bernhard © Christine Schneider Foto: Christine Schneider

Brahms-Festival: Eröffnungskonzert

Stand: 09.07.2021 12:00 Uhr

Susanne Bernhard und die NDR Radiophilharmonie eröffnen am 20. Februar 2022 mit dem "Deutschen Requiem" das Brahms-Festival im Kuppelsaal Hannover.

Mit dem "Deutschen Requiem" eröffnen die NDR Radiophilharmonie und Chefdirigent Manze das Brahms-Festival im Kuppelsaal. Bei der Uraufführung des Werkes 1868 im Bremer Dom stand der 35-jährige Brahms selbst am Dirigentenpult. Und was die anwesende Clara Schumann danach schrieb, lässt sich gerade in unserer Gegenwart in besonderer Weise nachvollziehen und nachfühlen: "Es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend." Die Solist*innen des Abends, die Sopranistin Susanne Bernhard und der Bariton Benjamin Appl, berührten das Publikum bereits 2018 bei der von Andrew Manze dirigierten Aufführung von Brittens "War Requiem". Den großartigen und dominierenden Chorpart übernehmen das NDR Vokalensemble und der WDR Rundfunkchor Köln.

"Was den Titel betrifft, will ich bekennen, dass ich recht gern auch das ,Deutsch‘ fortließe und einfach den ,Menschen‘ setzte." Johannes Brahms

Mit diesen Worten verwies Brahms auf die wesentlichen Aspekte und Eigenheiten seines "deutschen Requiems", denn er wich mit seinem Werk von der üblichen Form der Totenmesse mit lateinisch-liturgischem Text ab. Stattdessen komponierte er ein Requiem in deutscher Sprache mit einem neuen textlichen und inhaltlichen Fundament. Den Text stellte Brahms selbst aus Bibelworten des Alten und des Neuen Testamentes zusammen.

Ein Werk des Trostes für die Lebenden

In den sieben Sätzen der Komposition schlägt Brahms einen Bogen von der Vergänglichkeit des Menschen bis zur Verheißung des ewigen Lebens. Mit den Worten "Selig sind, die da Leid tragen" aus der Bergpredigt beginnt er sein Requiem. Mit den Worten "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben" aus der Johannes-Offenbarung lässt er es enden. Einen "Dies irae", der die Schrecken des Jüngsten Gerichts drohend schildert, die Menschen erzittern und um Gnade flehen lässt, findet man bei Brahms nicht. Vielmehr wird in seinem Requiem der lebende, leidende und trauernde Menschen in den Vordergrund gerückt: Ihm wird Trost, Hoffnung und Zuversicht gegeben.

Brahms-Festival: Eröffnungskonzert
So, 20.02.2022 | 18 Uhr
Hannover, Kuppelsaal (Theodor-Heuss-Platz 1-3)

Andrew Manze Dirigent
Susanne Bernhard Sopran
Benjamin Appl Bariton
WDR Rundfunkchor Köln
NDR Vokalensemble
NDR Radiophilharmonie

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem
für Soli, Chor und Orchester op. 45

Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt am 01.11.2021. Den Ticketlink finden Sie zu gegebener Zeit hier.

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