Die NDR Radiophilharmonie berichtet aus Monte-Carlo

Beim Festival Printemps des Arts in Monte-Carlo, Monaco, war die NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Manze mit Mahlers 5. Sinfonie zu Gast. Lesen Sie hier den Reisebericht der Musiker.

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Blick auf Monacos Burgfelsen mit der Altstadt und dem Grimaldi-Palast © Picture-Alliance / dpa

Zu Gast in Monte-Carlo

Mit ihrem Chefdirigenten Andrew Manze war die NDR Radiophilharmonie in Monte-Carlo zu Gast und präsentierte Gustav Mahlers 5. Sinfonie im illustren Auditorium Rainier III. mehr

Ziemlich früh ging es am ersten Tag zum Flughafen, es erwartete uns eine längere Reise. Nach zwei eher turbulenten Flügen und einer schönen Busfahrt entlang der Küste wurden wir in Nizza von südfranzösischem Flair begrüßt. Bereits während der Fahrt zu unserem Hotel konnten wir das erste Highlight, die Promenade du Paillon bewundern. Gerade erst aus dem kühlen norddeutschen Klima gekommen, genossen wir den Anblick von in Brunnen badenden Kindern, Palmen und sommerlich bekleideten Touristen.

Wiedersehen mit deutschen Kollegen

In unserem Hotel in Nizza stellten wir fest, dass nebenan die Kollegen der Bamberger Symphoniker wohnten. Sie spielten an diesem Abend, einen Tag vor unserem Konzert, die 3. Sinfonie von Mahler. Mehrere deutsche Orchester sind beim Festival Printemps des Arts vertreten: Am Tag nach uns ist das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR zu Gast. Das Konzert der Bamberger wollten sich unser Chefdirigent, einige unserer Kollegen und Orchestermanager Matthias Ilkenhans nicht entgehen lassen: Andrew Manze hat sich bei dieser Gelegenheit über eine herzliche Begegnung mit dem Dirigenten Jonathan Nott gefreut. Bei einem Spaziergang am nächsten Morgen trafen unsere Schlagzeuger sogar zufällig auf den Bamberger Pauker, Robert Cürlis, der vor dem Rückflug eine Runde joggen war.

Kurze Erholung vor Probenbeginn

Erholt von der Reise waren wir am Konzerttag voller Tatendrang. Daher baten wir den Vorstand, die Busfahrt zum Konzertsaal auf eine frühere Zeit vorzuziehen, um möglichst schnell unsere Instrumente in die Hände zu bekommen. Auf den Saal des Auditoriums Rainier III waren wir schon sehr gespannt. Etwas Zeit blieb trotzdem noch, in der manche Kollegen sich ausruhten oder einen Spaziergang an der frischen Meeresluft machten.

Probenpause mit Meerblick

Angekommen im Saal haben wir uns sofort an unsere Instrumente gesetzt und die Akustik getestet. Mahlers expressive 5. Sinfonie erforderte eine intensive und hochkonzentrierte Probe. Das Auditorium befindet sich direkt am Meer: Aus dem Fenster der Herrengarderobe hätte man beinahe einen Kopfsprung ins Meer machen können. Den Ausblick auf dem Balkon haben wir vor dem Konzert sehr genossen.

Prominente Gäste

Mit einem außergewöhnlich langen Applaus bedankte sich das Publikum für das sehr stimmungsvolle Konzert. Unter den Zuschauern war Prominenz vertreten: Auch die Prinzessin von Hannover hat unser Konzert besucht. Nach einem kleinen Empfang der Veranstalter fuhren wir wieder zurück nach Nizza in unser Hotel. Am nächsten Morgen blieben uns noch ein paar Stunden am Mittelmeer, bevor die Heimreise begann. In dieser Zeit besuchten einige von uns das berühmte Chagall-Museum mit seiner beeindruckenden Sammlung an Bildern, Collagen und Informationen oder spazierten noch etwas durch die Stadt, bis wir dann von der schönen Côte d’Azur Abschied nehmen mussten.

Orchester und Chor