Stand: 27.03.2009 10:00 Uhr

Thomas Hengelbrock kommt

Markenzeichen: Experimentierfreude

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Thomas Hengelbrock

Thomas Hengelbrock wurde 1958 in Wilhelmshaven geboren. Er ist gleichermaßen als Opern- wie auch als Konzertdirigent international gefragt. Regelmäßig dirigiert er an der Opéra de Paris, unter der neuen Intendanz von Gerard Mortier wird er ab 2010 jährlich eine Opernproduktion am Teatro Real in Madrid leiten. Im Festspielhaus Baden-Baden ist er mit spektakulären Produktionen zu einem der wichtigsten Protagonisten geworden. So leitet er dort im Mai 2009 zur Eröffnung der Pfingstfestspiele die Premiere von Webers "Der Freischütz" in der Regie von Robert Wilson. 2011 debütiert er mit einer Neuproduktion von "Tannhäuser" bei den Bayreuther Festspielen. Gastdirigate führen ihn wiederholt zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, den Münchener Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe und zu den Sinfonieorchestern des WDR und des SWR Stuttgart.

Experte für Alte Musik

Bekannt wurde Hengelbrock zunächst als ein herausragender Vertreter historischer Aufführungspraxis. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Aufführungspraxis Alter Musik auf Originalinstrumenten in Deutschland dauerhaft auf den Konzertbühnen heimisch zu machen. In den 90er-Jahren gründete er mit Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble Klangkörper, die heute international zu den erfolgreichsten ihrer Art zählen. Musikwissenschaftlicher Forscherdrang, Lust an der Ausgrabung vergessener Meisterwerke, unkonventionelle Programmgestaltung und interpretatorische Experimentierfreude wurden zu Markenzeichen seiner Arbeit, wobei er sich, ursprünglich von der zeitgenössischen Musik kommend, seit Mitte der 90er-Jahre mehr und mehr dem Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts zuwandte.