Stand: 02.05.2019 13:30 Uhr

Peter Schmidt

Instrument
Kontrabass

Beim NDR Elbphilharmonie Orchester seit dem
1. September 1985

Weiterblättern

Biografisches

Peter Schmidt, geboren in Hamburg und aufgewachsen in Kiel, spielte während seiner Schulzeit Gitarre und E-Bass. Durch Jazz inspiriert, entstand die Begeisterung für den Kontrabass. Sein erster Lehrer, Walter Koltoniak vom Philharmonischen Orchester Kiel, überzeugte ihn schließlich doch von der Klassik.

Nach dem Studium bei Prof. Willi Beyer an der Lübecker Musikhochschule war Peter Schmidt 1984 für eine Spielzeit Solobassist am Pfalztheater Kaiserslautern. Seit 1985 ist er Mitglied des NDR Elbphilharmonie Orchesters. In den ersten Jahren beim NDR wirkte er auch noch auf seinem "alten" Instrument, dem E-Bass, bei einigen Produktionen des Orchesters zeitgenössischer Werke mit.

Neben seiner Tätigkeit im Orchester spielte Schmidt schon bald auch beim Ensemble "das neue werk" unter Dieter Cichewicz, das zeitgenössische Kompositionen zur Aufführung brachte und dem viele Komponisten ihre Werke widmeten. Das Ensemble konzertierte häufig weit über das Sendegebiet hinaus, so führte eine vom Goethe Institut initiierte Reise 1996 nach Chicago.

Von 2006 bis 2010 war Peter Schmidt regelmäßig als Solobassist beim Orchestra Ensemble Kanazawa tätig, einem in Japan führenden Kammerorchester, das dort in allen großen Sälen zuhause ist. Mit diesem Orchester spielte er auch mehrere Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Festival de La Roque d’Anthéron / Südfrankreich. Seit 2014 ist er nun regelmäßiger Gast als Stimmführer beim Tongyeong International Music Festival in Südkorea, dem Geburtsort des Komponisten Isang Yun.

Peter Schmidt unterrichtet seit 1999 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003 wurde er zum Professor berufen. Seit Sommer 2016 ist er Dozent der Kontrabassgruppe bei der Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er coacht auch regelmäßig die Kontrabassisten des Orchesters "junge norddeutsche philharmonie".

Der Wunsch Kammermusik zu spielen und die Gelegenheit, nach der Japanreise mit Günter Wand 2000 dort noch einige Kammerkonzerte spielen zu können, brachte Peter Schmidt dazu, gemeinsam mit anderen Orchesterkollegen, das fabergé-quintett zu gründen. Ausgehend vom Streichquintett Antonín Dvořáks und Franz Schuberts berühmtem Forellenquintett sucht und findet das Ensemble unbekannte Werke in diesen Besetzungen. Das Quintett tritt seitdem natürlich regelmäßig bei den NDR Kammerkonzerten sowie anderen Kammermusikreihen auf, hat mehrfach beim SHMF gespielt und geht auch auf Gastspielreise, so 2014 und 2019 nach Südkorea und 2017 nach China. Kammermusikalisch arbeitete er dabei zusammen mit den Pianisten Alice Sara Ott, Matthias Kirschnereit, Yoko Kikuchi, Mona Asuka, Ulrike Payer und Behzod Abduraimov.   

Inzwischen sind drei CDs vom fabergé-quintett erschienen. Die erste mit den Streichquintetten von Adolphe Blanc als Ersteinspielung dieser Werke wurde in der Kategorie "Kammermusikeinspielung des Jahres (Musik 19. Jh.) / Streicher" mit dem ECHO Klassik 2014 ausgezeichnet. Auf der zweiten CD sind die selten gespielten Klavierquintette von Ralf Vaughan Williams und Hermann Goetz zu hören. Die dritte aktuelle CD "Grand Sestetto" stellt die russischen Klaviersextette von Michail Glinka, Piotr I. Tschaikowsky und Sergei M. Ljapunow vor. Alle bisherigen Veröffentlichungen wurden in den Printmedien und von NDR Kultur, WDR 3, SWR 2, Kulturadio rbb, BR Klassik, Deutschlandfunk und der BBC Radio 3 in Sendungen vorgestellt und sehr positiv aufgenommen.

Im NDR Elbphilharmonie Orchester spielt Peter Schmidt einen Kontrabass von Ubaldo Grattoni d'Arcano, bei seinen kammermusikalischen Aktivitäten ist er auf einem Bass von Giovanni Battista Rogerius zu erleben.

Orchester und Chor