Konzertszene: Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, spielt Bratsche bei einem gemeinsamen Kammerkonzert mit seinen Orchesterkollegen im Kleinen Saal der Elbphilharmonie © NDR Foto: Peter Hundert

In der Elphi: Kammermusik mit Alan Gilbert

Stand: 23.09.2021 16:00 Uhr

Der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Alan Gilbert, greift selbst zum Instrument und spielt erneut ein Kammerkonzert gemeinsam mit seinen Musikern.

Bereits in seiner ersten Saison 2019/20 als Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters spielte Alan Gilbert während des Festivals "#KLINGTnachGILBERT" gemeinsam mit seinen Musikern. Die langersehnte Wiederholung musste aufgrund der Corona-Pandemie in der vergangenen Saison leider entfallen - im Oktober 2021 soll es nun wieder soweit sein.

Di, 19.10.2021 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Florin Paul Violine
Julius Beck Violine
Alan Gilbert Viola
Alla Rutter Viola
Phillip Wentrup Violoncello

BÉLA BARTÓK
Duos für zwei Violen aus "44 Duos für zwei Violinen"
ZOLTÁN KODÁLY
Serenade für zwei Violinen und Viola op. 12
ANTONÍN DVOŘÁK
Streichquintett Es-Dur op. 97

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Chefdirigent Alan Gilbert macht nicht nur am Pult, sondern auch am Instrument eine gute Figur. Das weiß man spätestens seit seinen Auftritten im Sextett mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Kleinen Saal der Elbphilharmonie sowie in der Reihe "übelst unverstärkt" in der Spielzeit 2019/20. Im Oktober wird es nun aber wieder soweit sein: Der ausgebildete Geiger greift zur Bratsche, um mit seinen Musikern einen Kammermusikabend im Kleinen Saal der Elbphilharmonie zu gestalten.

Bartók, Kodály und Dvořák

Auf dem Programm stehen Werke osteuropäischer Komponisten für zwei, drei und fünf Streichinstrumente. Den Reigen eröffnen Béla Bartóks 1931 eigentlich als Übungsstücke für junge Schüler entstandene Duos für zwei Violinen, die mit ihrem schlicht-genialen Einfallsreichtum aber auch zahlreiche Profis beeindruckt haben - so sehr, dass auch Bratscher sie gern im Repertoire haben wollten. Die Bearbeitung für zwei Violen spielt Alan Gilbert im Duett mit Florin Paul.

Bartók seinerseits gehörte zu den großen Bewunderern der Serenade für zwei Violinen und Viola seines ungarischen Kollegen Zoltán Kodály. "Diese Komposition ist ein genuines modernes Produkt der ungarischen Kultur. Es ist außerordentlich reich an Melodien, deren exotische Charakterzüge vom starken 'rubato' der alten Bauernmusik bestimmt sind." International bekannt wurde das Werk 1922 in Salzburg, als kein Geringerer als Paul Hindemith den Bratschenpart übernahm.

Zum Abschluss des Abends blickt Alan Gilbert gleichsam noch über den Atlantik in seine amerikanische Heimat: Das 1894 in New York uraufgeführte Streichquintett op. 97 schrieb Antonín Dvořák als kammermusikalisches Pendant zu seiner Neunten Sinfonie während seines Aufenthalts in den USA.

VIDEO: übelst unverstärkt: Auftakt mit Alan Gilbert (3 Min)

Orchester und Vokalensemble