Andris Poga & Christian Tetzlaff

In der Klassikwelt gehört er seit Jahren zu den gefragtesten Geigern: der 1966 in Hamburg geborene Christian Tetzlaff.

2015 debütierte Andris Poga beim NDR Elbphilharmonie Orchester, 2017 dirigierte er das Abschlusskonzert des Usedomer Festivals. Im Mai kehrte der lettische Dirigent mit Werken von Sibelius, Ligeti und Vasks zurück nach Hamburg. Geiger Christian Tetzlaff widmete sich dem Violinkonzert von Ligeti.

Internationales Musikfest Hamburg
Do, 23.05.2019 | 20 Uhr
Fr, 24.05.2019 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Julius Heile jeweils eine Stunde vorher im Großen Saal

Andris Poga Dirigent
Christian Tetzlaff Geige
NDR Elbphilharmonie Orchester

GYÖRGY LIGETI
Violinkonzert
PĒTERIS VASKS
Musica appassionata
JEAN SIBELIUS
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

in Kooperation mit HamburgMusik

Hinweis:
Die U3 ist derzeit zwischen St. Pauli und Baumwall gesperrt. Bitte planen Sie mehr Zeit für Ihre Anreise zur Elbphilharmonie ein.

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Hochvirtuos und komplex

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Maestro Andris Poga ist Musikdirektor des Lettischen Nationalorchesters in Riga.

"Ich bin wie ein Blinder im Labyrinth, der sich herumtastet und immer neue Eingänge findet", erklärte György Ligeti kurz vor der Uraufführung seines dreifach überarbeiteten Violinkonzertes. In der komplexen Komposition experimentierte er mit urzeitlichen Flötentönen der Okarina, mittelalterlichen und folkloristischen Anklängen sowie mit Mikrotönen.

Für den hochvirtuosen Solopart holte sich der lettische Dirigent Andris Poga einen weltberühmten Hamburger an die Seite, den Geiger Christian Tetzlaff.

Tonale Auflösung

Auch Jean Sibelius' entdeckte in seiner letzten Sinfonie Neuland: Sie entsteht aus einem leisen Paukenschlag, ohne rhythmischen oder tonalen Bezug. In einem einzigen Satz löst sich jede tonale Struktur auf und findet sich doch in Kirchentonarten und harmonischen Bezügen wieder.

Sehnsucht nach einem tieferen Sinn

"Musik ist im Baltikum kein intellektuelles Spiel, sondern eine große geistige Konzentration", sagt Pēteris Vasks. Sie sei Protest gegen politische Zwänge, gegen Einschränkungen des Individuums, Sehnsucht nach Natur und Einfachheit, vielleicht auch nach einem tieferen Sinn im Leben. - Sibelius und Ligeti hätten ihm sicher zugestimmt.