Heras-Casado dirigiert Brahms & Dvořák

2015 gab der aus Granada stammende Dirigent Pablo Heras-Casado sein Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Der charismatische spanische Dirigent Pablo Heras-Casado kehrt ans Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters zurück. Auf dem Programm stehen mit Johannes Brahms und Antonín Dvořák der Meister und sein Schützling. Der Herausforderung von Brahms Zweitem Klavierkonzert stellt sich der mehrfach ausgezeichnete Pianist Francesco Piemontesi.

Do, 14.06.2018 | 20 Uhr
So, 17.06.2018 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Pablo Heras-Casado Dirigent
Francesco Piemontesi Klavier
NDR Elbphilharmonie Orchester

JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
ANTONÍN DVOŘÁK
Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

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"Mehr Ideen als wir alle"

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Der Pianist Francesco Piemontesi war von 2009 bis 2011 "New Generation Artist”" der BBC und erhielt 2012 den "Best Newcomer Award" des BBC Music Magazine für seine CD "Recital" mit Werken von Händel, Bach, Brahms und Liszt.

"Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben", hat Johannes Brahms einmal über seinen Freund und Schützling Antonín Dvořák gesagt. Folgt man diesem Urteil, so muss der große Meister in seinem Zweiten Klavierkonzert einen ganzen Komposthaufen seines jüngeren Kollegen umgegraben haben.

Nicht einmal die für Instrumentalkonzerte sonst üblichen drei Sätze reichten Brahms, um alle seine Einfälle in diesem Werk unterzubringen. Vom lyrischen Hornruf zu Beginn über das unendlich schöne Cello-Solo im langsamen Satz bis hin zur beschwingten Ohrwurm-Melodie im Finale gibt es für den Pianisten überdies alle Hände voll zu tun.

Eine musikalische Reverenz

Wie dankbar wiederum Dvořák dem Mentor Brahms angesichts des unermüdlichen Einsatzes für seine Karriere war, spürt man unter anderem in seiner Sechsten Sinfonie. Der Beginn des vierten Satzes erinnert so deutlich an das Finale aus Brahms' Zweiter Sinfonie, dass man die Verbeugung des Jüngeren vor dem Älteren förmlich vor sich sieht.

Ansonsten sind "Daseinsheiterkeit, Lebensmut, Freude und Frohsinn" und der zu erahnende "Gesang der böhmischen Fluren und Wälder" - wie Otakar Šourek es formulierte - in diesem Werk aber ganz typischer Dvořák.

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