Long Yu und Bertrand Chamayou

Die "New York Times" bezeichnet den Chefdirigenten des Shanghai Symphony Orchestra Long Yu als Chinas Herbert von Karajan.

"East meets West" hätte als Titel über diesem Konzert stehen können. Der chinesische Dirigent Long Yu war in Hamburg bereits von früheren Gastspielen beim NDR Elbphilharmonie Orchester bekannt. Er ist führender Protagonist der fünfjährigen Kooperation des Orchesters mit dem Shanghai Symphony Orchestra und brachte auch dieses Mal fremde Klänge und ein Stück chinesische Lebenskultur in die Hansestadt.

Do, 04.04.2018 | 20 Uhr
So, 07.04.2018 | 11 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Julius Heile jeweils eine Stunde vorher im Großen Saal

Long Yu Dirigent
Bertrand Chamayou Klavier
NDR Elbphilharmonie Orchester

QIGANG CHEN
Wu Xing (Die fünf Elemente)
MAURICE RAVEL
Klavierkonzert Nr. 2 D-Dur für die linke Hand
NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW
Scheherazade op. 35

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Asiatisches Schlagwerk

Die fünf Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall strukturieren die traditionelle chinesische Vorstellungswelt. Der Komponist Qigang Chen hat sie musikalisch in Szene gesetzt und entlockt dem um asiatisches Schlagwerk bereicherten Orchesterapparat exotische Klänge.

Clash-of-Culture-Werke

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Der mehrfach ausgezeichnete französische Pianist Bertrand Chamayou ist bekannt für seine Leichtigkeit.

Verschiedene Welten vereint auch Ravel in seinem Zweiten Klavierkonzert mit Anklängen an die baskische Heimat, Blues-Einsprengseln seiner letzten Amerikareise und der Leichtigkeit Mozarts. Geschrieben als Auftragswerk für den kriegsversehrten Pianisten Paul Wittgenstein, schafft Ravel es, eine Hand wie zwei klingen zu lassen. Seinerzeit überstieg das die Fähigkeiten seines Auftragsgebers, heute gibt es zum Glück Pianisten wie Bertrand Chamayou.

Ravel war ein großer Bewunderer der Instrumentationskunst des Russen Nikolai Rimski-Korsakow. In der berühmten"Scheherazade" ging dieser seiner Faszination für den Orient und die Märchen aus Tausendundeiner Nacht nach und schuf damit ein weiteres Clash-of-Culture-Werk.