Messiaen & Schostakowitsch

Er ist Operndirigent, Orchesterleiter, Festivalchef und Buchautor - und leidenschaftlicher Anwalt für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts: Ingo Metzmacher.

Das letzte Mal stand Ingo Metzmacher kurz nach der Eröffnung der Elbphilharmonie in höchst eindrucksvollen Aufführungen von Schönbergs "Moses und Aron" am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Im Februar 2019 kehrte der ehemalige Hamburger Opernchef für drei weitere gemeinsame Konzerte zurück in die Hansestadt.

Do, 07.02.2019 | 20 Uhr
Fr, 08.02.2019 | 20 Uhr
So, 10.02.2019 | 18 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber jeweils eine Stunde vorher im Großen Saal

Ingo Metzmacher Dirigent
Cédric Tiberghien Klavier
Nathalie Forget Ondes Martenot
Mikhail Petrenko Bass
WDR Rundfunkchor
NDR Chor
NDR Elbphilharmonie Orchester

OLIVIER MESSIAEN
Trois petites liturgies de la présence divine
DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
Sinfonie Nr. 13 b-Moll op. 113 "Babi Jar"

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Licht und Schatten

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Pianist Cédric Tiberghien ist der Solist in Messiaens "Trois petites liturgies de la présence divine".

Wie Licht und Schatten sind die Werke, die Metzmacher diesmal im Gepäck hat: Olivier Messiaens "Trois petites liturgies" sind Gottesanbetungen, licht und fragil. Der Komponist schuf sie in den letzten Jahren der Gräuel des Zweiten Weltkrieges. Und doch vertrauen sie – trotz allem – auf die Liebe und das Göttliche im Menschen. Unter den ätherischen Klängen der Ondes Martenot und eines reinen Frauenchors macht sich der Komponist auf die Suche nach "einer gleißenden Welt, die dem Hörsinn wollüstig verfeinerten Genuss beschert."

Düsteres Memorial

Düsterer Männerchor und tiefer Bass dagegen dominieren Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13. Sie erinnert mit Versen des Dichters Jewtuschenko an die Ermordung zehntausender ukrainischer Juden 1941 in der Todesschlucht "Babi Jar".