Leonidas Kavakos mit seiner Geige © Marco Borggreve

Age of Anxiety: Leonidas Kavakos spielt Korngold

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Im Rahmen des "Age of Anxiety"-Festivals interpretiert das NDR Elbphilharmonie Orchester Sinfonien von Strawinsky und Copland. Star-Geiger Leonidas Kavakos widmet sich Korngolds Violinkonzert.  

Am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters steht kein Geringerer als Chefdirigent Alan Gilbert.

Sa, 12.02.2022 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltung eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Alan Gilbert Dirigent
Leonidas Kavakos Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

IGOR STRAWINSKY
Sinfonie in drei Sätzen
ERICH WOLFGANG KORNGOLD
Violinkonzert D-Dur op. 35
AARON COPLAND
Sinfonie Nr. 3

Solange Corona-bedingte Einschränkungen gelten, gehen die Tickets für die Konzerte 2022 jeweils am ersten Dienstag des Vormonats in den Verkauf.

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Die Musikkultur Amerikas wurde von Anfang an durch die fruchtbaren Impulse geprägt, die die vielen Einwanderer ins Land brachten. Immerhin schuf ein Europäer namens Antonín Dvořák überhaupt erst die Voraussetzungen für die Entstehung einer klassischen "Nationalmusik", die später amerikanische Komponisten wie Aaron Copland zur Vollendung brachten.

Doch auch zu dessen Zeit lebte der transatlantische Austausch weiter fort: Igor Strawinsky und Erich Wolfgang Korngold schufen in und für Amerika einige ihrer größten Werke.

Strawinskys "Age of Anxiety"

Im Auftrag der New Yorker Philharmonic Society schrieb Strawinsky 1946 seine "Sinfonie in drei Sätzen". Mit einer Musik, die von der "schwierigen Zeit mit ihren heftigen und wechselnden Ereignissen, ihrer Verzweiflung und Hoffnung" erzählt, verlieh der Exil-Russe damit seinem persönlichen Blick auf das "Age of Anxiety" musikalisch Ausdruck.

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Elbphilharmonie © imago/Hoch Zwei Stock Foto: Henning Angerer

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Ein Jahr später feierte das melodieselige Violinkonzert des Exil-Österreichers Erich Wolfgang Korngold Premiere. Der geniale Komponist, der seine Wurzeln in der üppigen Spätromantik der Richard-Strauss-Ära hatte, verwendete darin einige Themen seiner Filmmusiken wieder, mit denen er den "Hollywood-Sound" bis heute prägte.

Coplands amerikanisches Monument

Wiederum 1946, im selben Jahr wie Strawinskys Sinfonie, kam ein absolutes Schlüsselwerk der US-Orchestermusik heraus: Mit seiner Dritten Sinfonie schuf Aaron Copland - um die Worte Leonard Bernsteins zu benutzen - ein "amerikanisches Monument, ähnlich dem Washington Monument oder dem Lincoln Memorial". Das brillante Werk wird von einem pompösen Finale gekrönt, in dem Copland seine populäre "Fanfare for the Common Man" zitierte.

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