Abschlusskonzert "Greatest Hits"

Für Freunde der Neuen Musik und regelmäßige Besucher von NDR das neue werk ist Stefan Asbury ein guter Bekannter. Im Jahr 2005 legte der britische Dirigent eine Einspielung von Gérard Griseys Opus summum "Les Espaces Acoustiques" vor, die heute als Referenzaufnahme gilt. Zum Abschluss des Festivals "Greatest Hits" brachte Asbury das einzigartige Stück mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester zur Aufführung.

Screenshot: Solo-Hornist Jens Plücker und Dirigent Stefan Asbury während einer Probe © NDR

Hornprobe reloaded

Stimmgruppenprobe einmal anders: Um den Epilog von Griseys "Les Espaces Acoustiques" in die Finger und Kehle zu bekommen, geht die Horngruppe um Jens Plücker auch mal andere Wege.

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Greatest Hits Festival
Sa, 04.11.2017 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

NDR Elbphilharmonie Orchester
Kammerensemble der Musikfabrik Köln
Stefan Asbury Dirigent
Geneviève Strosser Viola

GÉRARD GRISEY
Les Espaces Acoustiques
für großes Orchester

In Kooperation mit Elbphilharmonie Hamburg und NDR das neue werk

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Einzigartige Hörerfahrungen

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Für seine ideenreichen Programme und sein leidenschaftliches Engagement für die zeitgenössische Musik ist der Dirigent Stefan Asbury weltweit gefragt.

In den sechs Stücken dieses Zyklus erkundete Grisey verschiedene "akustische Räume". Elementare Vorgänge der Psychoakustik wie Regelmäßigkeit und Unregelmäßigkeit, Spannung und Entspannung, Obertöne und harmonische Spektren nutzte der Komponist, um daraus die Form, den Klang und den Rhythmus seiner Musik zu entwickeln.

Was in der Beschreibung technisch klingt, ermöglicht in Wirklichkeit einzigartige Hörerfahrungen. Denn jenseits aller technischen Verfahren ging es Grisey in der Musik, wie er schrieb, stets um "die Dialektik von Rausch und Form".

Der Klang wird zum Wesen

Über elf Jahre hinweg, von 1974 bis 1985, arbeitete der Komponist an seinem Zyklus. Erfahrungen, die er in den Studios für elektronische Musik gesammelt hatte, übertrug er auf die Instrumentalmusik und wurde so zum Mitbegründer der Klangfarbenkunst des "Spektralismus".

Und doch mündet diese Musik, die sich mit wissenschaftlicher Methodik dem Phänomen Klang nähert, immer wieder in ergreifend schlichte Momente. Hier wird der "Klang zum Wesen, durchtränkt von organischem Leben, belebt von einem inneren Atem" (Grisey). So steht am Ende des fünften Stückes eine Melodie, die der Komponist selbst in aller Unschuld als "Wiegenlied" bezeichnete.

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