Dohnányi dirigiert Ligeti, Wagner & Brahms

Dirigent Christoph von Dohnányi im Porträt © Bertold Fabricius Foto: Bertold Fabricius
Wiedersehen mit dem ehemaligen Chef: Christoph von Dohnányi ist ein gern gesehener Gast in der Elbphilharmonie, für deren Bau er sich zu seiner Zeit als Chefdirigent des NDR EO maßgeblich einsetzte.

Mit sphärischen Klängen und einer Uraufführung im Gepäck kehrt der ehemalige Chefdirigent Christoph von Dohnányi im Mai 2021 zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück. Das Konzert findet im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg statt.

Internationales Musikfest Hamburg
Fr, 07.05.2021 | 20 Uhr
Sa, 08.05.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen jeweils um 19 Uhr im Großen Saal

Christoph von Dohnányi Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

JEAN-FRÉDÉRIC NEUBURGER
Neues Werk (Uraufführung, Auftragswerk des NDR)
GYÖRGY LIGETI
Atmosphères
RICHARD WAGNER
Vorspiel zum 1. Aufzug aus "Lohengrin"
JOHANNES BRAHMS
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Karten können ab sofort bestellt werden, die Bezahlung erfolgt sechs Wochen vor dem Konzert (weitere Informationen hier).

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Überirdische Klänge im Raumschiff Elbphilharmonie

Der Komponist György Ligeti © Schott H. J. Kropp
György Ligetis "Atmosphère" ist längst auch Cineasten weltweit wohlbekannt.

Eine undefinierbar dissonante, langsam changierende, fremdartige Klangfläche ohne Ecken und Kanten. Keine musikalischen Motive, sondern nur ineinander übergehende "Zustände" - so stellte man sich in den 1960er Jahren den Klang des unendlichen Alls vor. Jedenfalls die Macher des Films "2001 - Odyssee im Weltraum", durch den György Ligetis Avantgarde-Klassiker "Atmosphères" Weltberühmtheit erlangte.

Der Komponist dachte beim Übereinandertürmen und Verweben von bis zu 87 einzelnen Orchesterstimmen zwar nicht direkt an das Universum, aber durchaus an einen "unbevölkerten, imaginären musikalischen Raum". Und wie man diesen mit eher konventionellen, seinerzeit gleichwohl genauso fortschrittlichen Mitteln gestalten kann, hatte Richard Wagner rund 100 Jahre zuvor in seinem ätherischen "Lohengrin-Vorspiel" schon gezeigt.

Uraufführung: ein neues Werk von Jean-Fréderic Neuburger

Wie aber würde so etwas wohl heute klingen? Auf Anregung von Christoph von Dohnányi und im Auftrag des NDR geht der französische Komponist, Pianist und Organist Jean-Frédéric Neuburger in einem neuen Werk dieser Frage nach.

Brahms mit Christoph von Dohnányi

Atmosphäre, wenn auch in ganz anderem Sinne, verbreitet sodann das vierte Werk des Programms: Die Zweite Sinfonie von Johannes Brahms, 1877 im sonnigen Pörtschach am Wörthersee komponiert, gilt als dessen "Pastorale", so lyrisch, melodisch und heiter kommt sie daher.

Die Interpretation des ehemaligen Chefdirigenten Christoph von Dohnányi im Rahmen des großen Brahms-Zyklus' im Jahr 2007 ist treuen Fans des NDR Elbphilharmonie Orchesters sicher noch in bester Erinnerung.

VIDEO: "Brahms hat Hamburg immer geliebt" (9 Min)

Orchester und Chor