Alan Gilbert lächelt in der Elbphilharmonie in Publikum © picture alliance/dpa / Axel Heimken Foto: Axel Heimken

Alan Gilbert dirigiert Tschaikowskys Vierte Sinfonie

Stand: 31.05.2021 16:00 Uhr

Russische Meisterwerke im Elbphilharmonie Sommer: Alan Gilbert dirigiert Tschaikowskys Vierte Sinfonie, Solo-Cellist Andreas Grünkorn stellt sich Prokofjews virtuosem Cellokonzert.

Der Elbphilharmonie Sommer ist dieses Jahr zugleich eine Entschädigung für die lange Zeit des Corona-Lockdowns im Frühling. Auch das NDR Elbphilharmonie Orchester meldet sich früher als üblich aus seiner Sommerpause zurück, um unter Chefdirigent Alan Gilbert zwei Meilensteine der russischen Orchestermusik auf die Bühne zu bringen.

Bitte beachten Sie die tagesaktuellen Informationen zum Konzertbesuch in Corona-Zeiten auf den Seiten unseres Vertriebspartners, der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft mbH.

So, 22.08.2021 | 11 Uhr
Mi, 25.08.2021 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Alan Gilbert Dirigent
Andreas Grünkorn Violoncello
NDR Elbphilharmonie Orchester

SERGEJ PROKOFJEW
Sinfonisches Konzert e-Moll op. 125
für Violoncello und Orchester
PETER TSCHAIKOWSKY
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

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Prokofjew: Cellokonzert für Musiker mit Gewissen

Unspielbar - von diesem Verdikt war schon so manches Werk der Musikgeschichte betroffen. Nicht ganz ohne Grund auch Sergej Prokofjews gewaltiges "Sinfonisches Konzert" für Cello und Orchester. Mit seiner gelungenen Verbindung von motivischer "Arbeit" und konzertantem "Spiel" und seiner Gleichberechtigung von Solo- und Orchesterrolle wurzelt es tief in der bis zu Beethoven zurückreichenden Tradition. Es wird nur deshalb selten gespielt, weil viele Cellisten die Mühe der Einstudierung scheuen und Prokofjew seine - ungern! - in der Partitur vorgeschlagenen "Erleichterungen" nur für Musiker ohne "Gewissen" duldete. Beim NDR Elbphilharmonie Orchester stellt sich Solo-Cellist Andreas Grünkorn aus den eigenen Reihen ganz gewissenhaft dieser Herausforderung.

Tschaikowsky: Sinfonie zwischen Leid und Hoffnung

Peter Tschaikowskys Vierte Sinfonie lässt tief in die zerrissene Seele des Komponisten blicken. "Mein Gott, wie meisterhaft ist es Ihnen gelungen, Trauer und Verzweiflung, Hoffnung, Leid und Qualen auszudrücken", schrieb seine Gönnerin Nadeschda von Meck über das Werk. Und weil das große Drama schon immer die meiste Zugkraft auf uns Menschen besessen hat, gehört Tschaikowskys "Schicksals-Sinfonie" bis heute zu den absoluten Favoriten im Konzertsaal - zu recht, muss man auch angesichts der vorzüglichen Instrumentation, durchdachten Architektur und packenden melodischen Eingebungen konstatieren.

Orchester und Chor