Alan Gilbert im Porträt vor der Skyline der Elbphilharmonie Hamburg © NDR Foto: Peter Hundert

Festivaleröffnung: Alan Gilbert dirigiert Charles Ives

Stand: 08.06.2021 11:00 Uhr

Unterstützt vom NDR Vokalensemble starten Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester die amerikanische Reise innerhalb des NDR Festivals "Age of Anxiety" in der Elphi.

Auf dem Konzertprogramm stehen neben Charles Ives' visionärer Vierten Sinfonie das "Essay for Orchestra" von Samuel Barber sowie Aaron Coplands "Lincoln Portrait".

Fr, 11.02.2022 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltung eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal

Alan Gilbert Dirigent
NDR Vokalensemble
NDR Elbphilharmonie Orchester

SAMUEL BARBER
Essay for Orchestra Nr. 1 op. 12
AARON COPLAND
Lincoln Portrait
CHARLES IVES
Sinfonie Nr. 4

Solange Corona-bedingte Einschränkungen gelten, gehen die Tickets für die Konzerte 2022 jeweils am ersten Dienstag des Vormonats in den Verkauf.

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Portrait: Charles Ives © picture-alliance / akg Foto: akg-images
Zur Festival-Eröffnung steht die Vierte Sinfonie von Charles Ives auf dem Programm.

Als einen "Urknall der amerikanischen Moderne" bezeichnet der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Alan Gilbert, die Vierte Sinfonie von Charles Ives. Mit ihr ließ der große Pionier musikalischer Collagen 1925 selbst die kühnsten seiner Träume wahr werden: Wie viele Tempi, Tonarten und Rhythmen kann man gleichzeitig erklingen lassen, ohne dass das totale Chaos herrscht? Auf diese Frage gibt das aufregende Werk eine spektakuläre Antwort.

Sie ist für jedes Orchester eine große Herausforderung - so groß, dass der Komponist selbst zu seinen Lebzeiten nie eine komplette Aufführung der viersätzigen Sinfonie erlebte. Nun stürzen sich Alan Gilbert und seine Musiker zusammen mit dem NDR Vokalensemble samt einigen Musiker-Gästen und Assistenzdirigenten in das fulminante Abenteuer.

Samuel Barber: Mehr als das "Adagio for Strings"

Ives' visionäres Werk wird flankiert von zwei nicht weniger herausragenden Stücken seiner jüngeren Kollegen. Es war kein Geringerer als der italienische Maestro Arturo Toscanini, der sich seinerzeit für das Wunderkind Samuel Barber einsetzte. Unter Toscaninis Leitung erklang so im Jahr 1938 auch erstmals dessen "Essay for Orchestra" - zusammen mit dem ungleich berühmter gewordenen "Adagio for Strings", das so viele lohnende Werke Samuel Barbers in den Schatten gestellt hat.

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Elbphilharmonie © imago/Hoch Zwei Stock Foto: Henning Angerer

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Aaron Copland: Ein Lincoln-Porträt

Ein anderer Amerikaner holte einen der größten Staatsmänner seiner Nation auf die Konzertbühne - zumindest in Gedanken: In seinem "Lincoln Portrait" ließ Aaron Copland im Jahr 1942 Reden und Briefe des legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln rezitieren. Das barg viel politischen Zündstoff - genug, um das Werk während der McCarthy-Ära wegen angeblich allzu "linker" Züge zu verbieten, und genug, um bei einer Aufführung in Venezuela gar eine Revolution gegen das diktatorische Regime anzuzetteln.

Orchester und Chor