Orozco-Estrada dirigiert Saariaho & Berlioz

Der in Kolumbien geborene Dirigent Andrés Orozco-Estrada lebt derzeit in Wien.

Chefdirigent des hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Music Director des Houston Symphony Orchestra, Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra: Andrés Orozco-Estrada zählt zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Jetzt ist er mit einer Deutschen Erstaufführung von Kaija Saariaho sowie Berlioz' "Symphonie fantastique" zu Gast beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Do, 15.06.2017 | 20 Uhr
Fr, 16.06.2017 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Habakuk Traber jeweils um 19 Uhr im Großen Saal
"Alles klar!" - Einführungsveranstaltung für und von Kindern - am 16. Juni um 20 Uhr

Andrés Orozco-Estrada Dirigent
Gerald Finley Bariton
NDR Elbphilharmonie Orchester

KAIJA SAARIAHO
True Fire
für Bariton und Orchester (Deutsche Erstaufführung, Auft‚ragswerk des NDR in Zusammenarbeit mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, BBC Symphony Orchestra und Orchestre National de France)
HECTOR BERLIOZ
Symphonie fantastique op. 14

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Von Reinheit und stiller Glut

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Solist des Abends ist der kanadische Bariton Gerald Finley.

Kaija Saariahos künstlerisches Credo klingt wie ein Echo aus lange vergangenen Zeiten der Unschuld: "Ich glaube an Reinheit", sagt die finnische Komponistin von sich. Ihre Werke tragen Titel wie "Geheime Gärten", "Das Schloss der Seele" oder "Von der Grammatik der Träume". Und ihre Oper "Eine Liebe aus der Ferne" erzählt die Geschichte eines Ritters, der sich in hoher Minne zu einer orientalischen Schönheit verzehrt. Auch ihr neuer, Gerald Finley gewidmeter Liederzyklus "True Fire", dessen Text auf indianischen Wiegenliedern und Gedichten von Seamus Heaney, Ralph Waldo Emerson sowie Mahmoud Darwish basiert, bewahrt diese stille Glut.

Feuerkopf Berlioz

Hector Berlioz dagegen war ein Feuerkopf, wie er im Buche steht. Seine "Symphonie fantastique" ist ein auskomponiertes Delirium, zu dem Berlioz durch die fatale Leidenschaft‚ für die Schauspielerin Harriet Smithson und Thomas de Quinceys "Bekenntnisse eines englischen Opiumessers" inspiriert worden war. Am Schluss stehen hier der Gang zum Richtplatz und ein wilder Hexensabbat.