Unsuk Chin: Porträtkonzert III

Das Porträtkonzert III steht sie erneut ins Zentrum: Composer in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters Unsuk Chin. Flankiert wird ihr Schaffen von Werken von Arnold Schönberg und György Kurtág und Filmen von Luis Buñuel und Kim Ki-duk. Im Rahmen des Konzerts wird die Komponistin selbst Einführungen in ihre Werke geben und ebenso die von ihr ausgewählten Szenen aus Filmen von Kim Ki-duk und Luis Buñuel kommentieren.

Fr, 20.03.2020 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Mei Yi Foo Klavier
Sönke Schreiber Schlagzeug

UNSUK CHIN

  • Piano Etudes
  • Allegro ma non troppo
ARNOLD SCHÖNBERG
Sechs kleine Klavierstücke op. 19
GYÖRGY KURTÁG
Stücke aus "Játékok"

Mit Filmvorführungen (u. a. aus Filmen von Luis Buñuel und Kim Ki-duk) sowie Einführungen in die Werke im Rahmen des Konzerts von Unsuk Chin selbst.

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Dialog zwischen Mensch und Instrument

Virtuosität fasziniert die Komponistin Unsuk Chin. Nicht als Blendwerk und Show, sondern als Wille und Versuch, einem Instrument alles und immer Neues abzugewinnen, als Dialog des Menschen mit dem Gerät, das er erfand und beseelt. Dadurch ist die instrumentale Kunst mit dem Komponieren verwandt.

Im Überblick
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Composer in Residence Unsuk Chin im Konzert

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Ergebnis dieser Faszination sind einerseits die Solokonzerte, die Unsuk Chin schrieb, andererseits die Etüden für ihr Instrument, das Klavier. In jeder von ihnen "erscheint das Virtuose als Ausdruck konstruktiver Fantasie, es trägt die formalen Prozesse ebenso wie die fast körperhaft präsenten Klangerfindungen", so Musikkritiker Martin Wilkening.

Raum zum Nachklingen - und Nach-Denken

Virtuosität in diesem Verständnis ist Dialog, ist hörendes Spiel. Es wird in "Allegro ma non troppo" vom Schlagzeuger im Verhältnis zu seinem Gegenüber, dem präparierten Tonband, aber auch im Verhältnis zu seinen Materialien verlangt, die sich nicht auf herkömmliche Schlagwerke beschränken.

Und Virtuosität erfordert Konzentration. Kompositorisch ist sie beispielhaft verwirklicht in den kurzen Klavierstücken von Arnold Schönberg und György Kurtág. Sie beanspruchen Genauigkeit der Realisation, aber auch Raum und Zeit zum Nachklingen, Nach-Denken im wörtlichen Sinn - für Interpreten wie für Hörer.