György Ligeti & Béla Bartók

Der Komponist György Ligeti war im Januar 2001 zu Gast im Rolf-Liebermann-Studio des Norddeutschen Rundfunks.

Im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg trafen in der Reihe NDR das neue werk wichtige kammermusikalische Werke der Komponisten György Ligeti und Béla Bartók aufeinander. Den Schluss des Abends machte eine Filmvorführung. Gezeigt wird: Manfred Eichels Film "György Ligeti - ein musikalisches Portrait".

Internationales Musikfest Hamburg
Do, 23.05.2019 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Sharon Kam Klarinette
Claudia Strenkert Horn
Stefan Wagner Violine
Ulrike Payer Klavier
Menno van Delft Cembalo

GYÖRGY LIGETI
Passacaglia ungherese
Continuum
Hungarian Rock
BÉLA BARTÓK
Contrasts
GYÖRGY LIGETI
Horntrio

Nachtstudio
Im Anschluss an das Konzert wird im Kleinen Saal Manfred Eichels Film "György Ligeti - ein musikalisches Portrait" gezeigt (NDR Hamburg, entstanden 1979/1980).

In Kooperation mit HamburgMusik

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Ligeti ist nicht gleich Ligeti

Wie vielfältig und doch zugleich eng zusammenhängend die ungarische Musiktradition im 20. Jahrhundert gewesen ist, teilt sich bei der Gegenüberstellung großer kammermusikalischer Werke von Ligeti und Bartók unmittelbar mit.

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Béla Bartók ließ sich für sein Werk "Contrasts" von dem amerikanischen Jazz-Klarinettisten Benny Goodman inspirieren.

Ligetis Kammermusiken sind so extrem abwechslungsreich, wie wenn verschiedene Komponisten sie geschrieben hätten. Herausragend ist das "Horntrio" - eine "Hommage à Brahms". Der Komponist beschreibt es als "halb ironisch, halb tiefernst, konservativ-postmodern". Noch immer klingt es wie ein Protest gegen die etablierten Konventionen der Avantgarde. Das vielstimmige Geflecht von Allusionen reicht von Beethoven und Brahms bis hin zu lateinamerikanischen und balkanischen Elementen.

Konzertmitschnitt auf NDR Kultur

György Ligeti & Béla Bartók
Dienstag, 02.07.2019 | 21 Uhr
Sendung: neue musik
Redaktion: Hendrik Haubold

Bartók: Volkstanz trifft auf Jazz-Elemente

Und auch in der Musik von Bartók sind die vielen Traditionsbezüge offenkundig: In "Contrasts" sind es vor allem ungarische Volkstanzformen wie Csárdás und Verbunkos, die er mit jazzoiden Elementen verknüpft, inspiriert von der musikalischen Herkunft des amerikanischen Auftraggebers Benny Goodman.