Das Oratorium "Saul" zum Auftakt des Händel-Jahres

Konzerttermin:
Mittwoch, 21. Januar 2009, 19.00 Uhr, Großer Saal, Laeiszhalle Hamburg

Vor 250 Jahren, am 14. April 1759 starb Georg Friedrich Händel in London. Am Beginn eines ereignisreichen Gedenkjahres dirigiert Philipp Ahmann mit dem NDR Chor ein spektakuläres Festkonzert mit der Aufführung des dreiaktigen Oratoriums "Saul". Ebenso prominente wie profilierte Sänger werden am Mittwoch, 21. Januar, ab 19.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle die höchst anspruchsvollen Solopartien gestalten: Lisa Milne und Malin Christensson (Sopran), Daniel Taylor (Countertenor), James Gilchrist (Tenor) und Andrew Foster-Williams (Bass). Für instrumentalen Furor und unerhörte Finessen sorgt das wunderbar unkonventionelle Elbipolis Barockorchester, das keine Herausforderung scheut.

Nicht die italienischen Opern von "Rinaldo" bis "Deidamia", sondern die englischen Oratorien von "Esther" bis "The Triumph of Time and Truth" begründeten Georg Friedrich Händels Ruhm in seiner Londoner Wahlheimat, seinen Aufstieg zum Nationalkomponisten der Briten. Händel war von 1727 an britischer Staatsbürger, genannt "George Frideric Handel". Das Dramma per musica hatte er aber keineswegs über Nacht aufgegeben, im Gegenteil entstanden die meisten seiner italienischen Opern erst nach dem Zusammenbruch der Royal Academy an verschiedenen Londoner Theatern. Als 1738 ein Subskriptionsaufruf für die italienische Oper nahezu ungehört verhallte, besann sich Händel allerdings auf die wachsende Begeisterung der Londoner für seine Oratorien in englischer Sprache und begann umgehend mit der Komposition des "Saul", dessen Handlung auf der alttestamentarischen Geschichtsschreibung der zwei Bücher Samuel basiert. Am 16. Januar 1739 eröffnete das Werk die neue Spielzeit am Londoner King's Theatre.

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Orchester und Chor