Telemann-Festival: Dorothee Oberlinger

Sie gilt als die Blockflötistin schlechthin und selbstverständlich darf sie im Aufgebot der Musiker für das Telemann-Festival nicht fehlen: Dorothee Oberlinger kommt mit ihrem Ensemble 1700 nach Hamburg.

Für das vierte Konzert des Telemann-Festivals von NDR Das Alte Werk ist Blockflöten-Virtuosin Dorothee Oberlinger mit ihrem Ensemble 1700 zu Gast in der Laeiszhalle. Für Oberlinger, für die Telemann von Kindesbeinen an eine feste Größe war, ist dieses Konzert eine Herzensangelegenheit.

Telemann-Festival #4
Sa, 25.11.2017 | 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle (Johannes-Brahms-Platz 1)

Ensemble 1700
Dorothee Oberlinger Flöte und Leitung

GEORG PHILIPP TELEMANN

  • Concerto C-Dur TWV 51:C1
  • Concerto G-Dur TWV 51:G9 für Bratsche, Streicher und B.c.
  • Gulliver-Suite D-Dur TWV 20:108 für zwei Violinen
  • Concerto F-Dur TWV 52:F1 für Blockflöte, Fagott, Violine I, Violine II, Viola und B.c.
  • Concerto D-Dur TWV 53:D5 für Trompete, Violine, Streicher und B.c.
  • Duett h-Moll TWV 40: 105 für zwei Flöten ohne B.c.
  • Concerto e-Moll TWV 52:e 1 für Blockflöte, Traversflöte, Violine I, Violine II, Viola und B.c.

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Das Konzertprogramm des Abends hat Dorothee Oberlinger selbst zusammengestellt: "Das Werk Georg Philipp Telemanns begleitet mich seit meiner Kindheit und hat seit jeher einen großen Stellenwert in meinem Musikerleben. Für das Konzertprogramm, das ich beim Telemann-Festival in Hamburg mit meinem Ensemble 1700 spielen werde, habe ich Werke zusammengestellt, die zum Teil sehr ungewöhnlich besetzt sind und eine enorme Stilvielfalt zeigen.

Europäische Nationalstile aufs Schönste vereint

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Das Ensemble 1700 wurde im Jahr 2002 von Dorothee Oberlinger gegründet.

Zu hören sind zum Beispiel zwei Doppelkonzerte für Blockflöte und Fagott bzw. für Blockflöte und Traversflöte, ein Konzert für Trompete und Solovioline und ein Bratschenkonzert. Telemann zeigt sich als vielseitiger Komponist, der in allen europäischen Nationalstilen einschließlich der osteuropäische Folklore zu Hause ist. Dass Telemann es versteht, die Blockflöte als Soloinstrument singend und zugleich virtuos prominent ins Rampenlicht zu setzen, zeigt sich gleich zu Anfang im eröffnenden Blockflötenkonzert TWV 51: C1.

Von Riesen und Liliputanern

Ebenfalls auf dem Programm: die charmante Gulliver-Suite für zwei Violinen, die Telemann 1728 in Hamburg in seiner Musikzeitschrift 'Der getreue Musikmeister' veröffentlichte. Er gab damit dem musikliebenden Hamburger Bürgertum reizvolle Kammermusik an die Hand und erfreut uns mit seinem geistreichen Humor, indem er die Riesen und die putzigen Liliputaner schon im Notenbild unterscheidet - mit den größten und kleinsten Notenwerten, die es gibt!"

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