IMF Hamburg: Gubaidulinas Sonnengesang

Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina ist Hamburg seit vielen Jahrzehnten eng verbunden.

Das Internationale Musikfest Hamburg ist in diesem Jahr mit Sofia Gubaidulina einer der führenden Komponistinnen der Moderne gewidmet. Sie erhielt 1998 den Kunstpreis Praemium Imperiale und 2002 den Polar Music Prize. Der NDR Chor und Klaas Stok bringen ihr Werk "Sonnengesang" nach St. Katharinen.

Sa, 23.05.2020 | 20 Uhr
Hamburg, Hauptkirche St. Katharinen (Katharinenkirchhof 1)

Klaas Stok Dirigent
Ivan Monighetti Violoncello
NDR Chor

TIGRAN MANSURIAN
Ars Poetica
SOFIA GUBAIDULINA
Sonnengesang

In Kooperation mit NDR das neue werk

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"Es gibt Komponisten, die ihre Werke sehr bewusst bauen, ich zähle mich dagegen zu denen, die ihre Werke eher 'züchten'", sagt Sofia Gubaidulina. Und sie wählt das sehr schöne Bild von den Wurzeln eines Baumes, aus denen alles erwächst - ihre Kompositionen sind die Zweige und Blätter, immer wieder neu, und doch fest verwurzelt in der Tradition.

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Von Dichtung inspiriert

Das Werk der russisch-tatarischen Komponistin, die seit Jahrzehnten in Hamburg lebt, ist fast immer von Dichtung inspiriert. Ihre Quellen sind vielfältig und reichen von den alten Ägyptern bis in die Gegenwart. 1997 vertonte Sofia Gubaidulina das älteste Zeugnis italienischer Literatur, den "Sonnengesang" von Franz von Assisi aus dem 13. Jahrhundert.

Das Werk ist dem Cellisten Mstislaw Rostropowitsch gewidmet und für Cello, gemischten Chor und Schlagzeug komponiert. Nach Franz Liszt haben sich viele Komponisten im 20. Jahrhundert mit diesem Gebet auseinandergesetzt, das die Schönheit der Schöpfung preist und Gott dankt.