Ein (jazz-) musikalisches Raumerlebnis

Die NDR Bigband zog es beim dritten Abo-Konzert ein weiteres Mal in den Großen Saal der Elbphilharmonie: Geir Lysne hatte ein Projekt geschrieben, dass die Architektur des Konzertraumes mit einbezieht - spannungsgeladen und mitreißend groovy, ein "Sound of Surprise" à la NDR Bigband. Als Solisten waren Wu Wei, Virtuose auf der traditionellen, chinesischen Mundorgel, Sänger Johan Sara, einer der wichtigsten musikalischen Vertreter der samischen Minderheit, und Perkussionist Sidiki Camara, einer der profiliertesten Vertreter der westafrikanischen Percussionskunst der Mandinge, dabei.

 

Abo-Konzert #3
Sa, 13.04.2019 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

"Ein (jazz-) musikalisches Raumerlebnis"

Wu Wei (China) Sheng (chin. Mundorgel), Bawu (Flöte)
Johan Sara jr. (Lappland, Norwegen) Gesang
Sidiki Camara (Mali) Perkussion, Gesang, N'goni
Morton Lund (Dänemark) Schlagzeug
Geir Lysne Komposition, Arrangement, Leitung
NDR Bigband

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Musik in der dritten Dimension

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Zu den Gästen des Abends gehört Wu Wei mit seiner Sheng, einer traditionellen, chinesischen Mundorgel.

Geir Lysne, der Chefdirigent der NDR Bigband, ist ein Grenzgänger. Zwischen Jazz, Klassik und Folklore, traditioneller und experimenteller Musik, spürt er immer wieder neue Ansätze auf, aus denen er spannungsgeladene Projekte entwickelt, die dem Bigband-Genre neue Dimensionen öffnen.

In dem Projekt, das Lysne eigens für den Auftritt der NDR Bigband in der Elbphilharmonie geschrieben hatte, ging es um die Erkundung seiner Musik in der dritten Dimension, um die Erschließung der Architektur des Konzerthauses als Erfahrungsraum.

"Sound of Surprise" à la NDR Bigband

Die konventionelle, nach Satzgruppen sortierte Aufstellung einer Bigband ist hier aufgehoben, die Musiker, die ja allesamt als exzellente Jazz-Solisten profiliert sind, spielen und improvisieren in ungewohnten Konstellationen im Konzertraum. Dabei spiegelt die Musik die nun schon vertrauten Qualitäten des Bandleaders wider: Gewürzt mit einer Prise skandinavischer Folklore ist sie mitreißend groovy, spannungsvoll und außerordentlich farbenfroh.

Screenshot: Geir Lysne sitzt vor einem Computerbildschirm mit Noten. © NDR Foto: Veronika Emily Pohl

"Die Idee war, ein Raumerlebnis zu schaffen"

"Alle Komponisten haben ein Konzept im Kopf, bevor sie zu schreiben beginnen", so Geir Lysne. Das Projekt "Ein (jazz-)musikalisches Raumkonzept" hat er speziell für die Elbphilharmonie entwickelt.

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