Sonntagsstudio

Der Norden liest: Terézia Mora stellt ihren Roman "Auf dem Seil" vor

Sonntag, 08. Dezember 2019, 20:00 bis 22:00 Uhr

Terézia Mora, Büchner-Preisträgerin 2018, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2013, erzählt wieder von Darius Kopp, dem unglücklichen IT-Experten: Seinen Job hat er verloren, seine Frau hat er verloren, jedes Gefühl für Sicherheit hat er verloren - wir lasen davon in Moras großen Romanen "Der einzige Mann auf dem Kontinent" und "Das Ungeheuer". In ihrem neuen Werk "Auf dem Seil“ kommt Kopp sein Elend so gewaltig vor, dass er daran zu zerbrechen droht - bis sich ihm eine neue Perspektive vom Glück zeigt. Es hat unter anderem mit Pizzabacken zu tun.

Glück und Trost in der Literatur

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron an der ungarisch-österreichischen Grenze geboren. 1990, nach der poltischen Wende in ihrem Geburtsland, ging sie nach Berlin, wo sie seitdem lebt. Immer schon, sagt sie, habe sie Glück und Trost in der Literatur gefunden: "Ich war ein Scheidungskind, und dann schlug ich eines Tages 'Das Doppelte Lottchen' auf und las: 'Manche Kinder leiden, weil sich die Eltern scheiden lassen, und manche, weil sie sich nicht scheiden lassen' - sofort war ich geheilt im Alter von acht Jahren, und das hat Erich Kästner gemacht! Und so ging es weiter: Jedes einzelne Buch hat mich beschenkt, und alles andere, was außerhalb spielt, ist nur ein blasser Abglanz."

Moderation: Joachim Dicks

In Kooperation mit dem Göttinger Literaturherbst.

Aufzeichnung einer Veranstaltung vom 20. Oktober 2019 im Jungen Theater in Göttingen.

Weitere Informationen

"Auf dem Seil": Eine neue Verantwortung

Terézia Moras Roman "Auf dem Seil" ist für Menschen geschrieben, die den Mut haben innezuhalten und sich auch den unangenehmen Fragen des Lebens und des Zusammenlebens zu stellen. mehr