Sonntagsstudio

Das längste Jahr - 1968 und seine Folgen

Sonntag, 25. März 2018, 20:00 bis 22:00 Uhr

Gretchen Dutschke im ARD Hauptstadtstudio in Berlin.

Das längste Jahr: 1968 und seine Folgen

NDR Kultur - Sonntagsstudio -

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Gretchen Dutschke im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin.

1968 ist mehr als nur ein Jahr, 1968 ist der Name einer ganzen Epoche: Die Jungen rebellierten gegen die Etablierten, die Friedensbewegten gegen die Kriegführenden, die Studenten gegen die Talare, die Arbeiter gegen die Unternehmer, die "Beat"-Generation gegen die "Ewig-Gestrigen". Was vor 50 Jahren, im Frühjahr 1968, in Westeuropa kulminierte und sich in der Folge noch erheblich radikalisieren sollte, hatte sich in den Jahren zuvor, ausgehend von den USA schon angedeutet.

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Mit fast 30 war Hans Christian Ströbele einer der ältesten der Aufbegehrenden.

Historische Radio-Dokumente und Gespräche mit denen, die damals dabei waren oder heute über diese aufregenden Jahre forschen, ergeben ein vielstimmiges Bild dieser widersprüchlichen Zeit. Gretchen Dutschke-Klotz, die 1964 aus den USA nach West-Berlin kam und sich dort schnell in einen widerständigen Soziologie-Studenten verliebte, erinnert sich daran, wie sich die Bewegung in Deutschland formierte und wieder auflöste. Die Historikerin Christina von Hodenberg spricht über die ihrer Meinung nach bislang sträflich unterschätzte Rolle der Frauen in jener Zeit, der "Achtundsechzigerinnen". Und der Rechtsanwalt und langjährige Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der in die Revolte geriet, obwohl ihm Aufsässigkeit nicht gerade in die Wiege gelegt worden war.

Eine Sendung von Alexander Solloch.

Hintergründe

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