Sonntagsstudio

Autoren lesen: Takis Würger

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:00 bis 22:00 Uhr

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Takis Würger probiert's mal mit Gelassenheit. Die Kritik, die Kontroverse, die Polemik - er hat sie zur Kenntnis genommen. Ist das wirklich alles?

An diesem Roman hat sich eine große Debatte entzündet: "Stella" von Takis Würger - unzulässiger Kitsch oder "melancholischer Heroismus", seicht oder schön geschrieben, wirkungsvoll oder effekthascherisch? Das Feuilleton diskutiert leidenschaftlich - wir können den Autor selbst fragen. Würger, 1985 im niedersächsischen Hohenhameln geboren, erzählt eine entsetzliche Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, eine Geschichte mit realem Hintergrund: Sie handelt von einem jungen Liebespaar in Berlin im Jahr 1942.

In geheimen Jazzclubs, im Alkohol- und Liebesrausch träumen sich Kristin und Friedrich weit weg vom Krieg. Der aber kommt mit voller Wucht zurück. Kristin heißt tatsächlich Stella, Stella Goldschlag. Sie ist Jüdin und verrät als "Greiferin" untergetauchte Juden an die Gestapo. Was bedeutet diese Erkenntnis für den naiven Schweizer Friedrich?

Takis Würger lebt inzwischen in Berlin und reist für den "Spiegel" regelmäßig in die Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt. Nun stellt er ganz in der Nähe seiner alten Heimat, in Braunschweig, seinen zweiten Roman vor - ein Buch, von dem Daniel Kehlmann sagt: "Man beginnt es mit Skepsis, liest es mit Spannung und Erschrecken, man beendet es mit Bewunderung."

Moderation: Ulrike Sárkány

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung vom 05.02.2019 in der Buchhandlung Graff in Braunschweig.

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