Opernkonzert

Fin de siècle - Die Wiener Opernwelt um 1900

Samstag, 23. Februar 2019, 20:00 bis 23:00 Uhr

Mit nur 38 Jahren wurde ihm eines der wichtigsten Opernhäuser weltweit anvertraut: Gustav Mahler wurde 1897 zum Wiener Hofoperndirektor ernannt. Es sei damals ein "erschrecktes Raunen und Staunen durch ganz Wien" gegangen, dass einem "so jungen Menschen das erste Kunstinstitut" überlassen wurde, erinnerte sich Stefan Zweig in seiner Autobiografie.

Bild vergrößern
Gustav Mahler wurde mit 38 Jahren Hofoperndirektor in Wien.

Doch die Wahl zahlte sich aus: Mahler hob das Niveau der Aufführungen stetig an, ging gegen jede Schlamperei vor und arbeitete nach seinem Credo "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers." Wien war um 1900 eine Musikmetropole Europas. Komponisten wie Richard Strauss, Alexander von Zemlinsky, Franz Schreker, Erich Wolfgang Korngold prägten die Opernwelt des Fin de siècle. Bildende Kunst, Malerei, Musik, Literatur und Psychoanalyse gingen eine faszinierende Liaison ein.

Eine Sendung von Sabine Lange