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Sebastian Fagerlund: Neue Musik auf Finnisch

Dienstag, 12. Februar 2019, 21:00 bis 22:00 Uhr

Der finnische Kompononist Sebastian Fagerlund hat mit dem Stück "Nomade" ein neues Cellokonzert für Nicolas Altstaedt und das NDR Elbphilharmonie Orchester komponiert. Der Wunsch ging von Nicolas Altstaedt aus, der derzeit Composer in Residence beim NDR Elbphilharmonie Orchester ist. Er hatte den Komponisten bei einem finnischen Sommerfestival kennengelernt und dann beim Concertgebouw Orchester in Amsterdam wiedergetroffen.

Musik im Kopf

Sebastian Fagerlund wurde 1972 in Pargas geboren. Mit fünf Jahren spielte er Geige, aber er spürte schon früh, dass er Musik im Kopf hatte, die er gern aufschreiben und von Instrumenten gespielt hören wollte. Und nicht zuletzt sein Geigenlehrer hat ihn auf seinem Weg zum Komponisten kräftig unterstützt. Während seines Studiums in Helsinki hat ihn die Musik des polnischen Komponisten Witold Lutosławski (1913-1994) fasziniert. Es gibt noch ein großes Vorbild: "Ich denke, jeder finnische Komponist hat irgendeine Beziehung zu Sibelius."

Stücke im eigenen Flow

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Der finnische Komponist Sebastian Fagerlund

Am Schönsten ist es, schwärmt Sebastian Fagerlund, wenn ein Stück beim Komponieren eine Eigendynamik entwickelt. "Wenn ich anfange, an einem Stück zu arbeiten, dann beginne ich oft mit einer inneren Vorstellung, vielleicht von einer inneren Landschaft. Vorstellungen von Orchestrierung und Stimmung, Harmonie und Melodie entwickeln sich, aber immer noch  auf einem abstrakten Niveau. Und dann nehmen die Strukturen allmählich Form an. Das ist der Moment, an dem ich anfange, das Stück aufzuschreiben. Und wenn man diesen Status erreicht hat, wo das Stück seine Struktur und Form zeigt, da bekommt das Stück seinen eigenen Flow, beinahe frei von Dir."

Eine Sendung von Margarete Zander