Klassik à la carte

Studiogast: Barrie Kosky

Mittwoch, 14. August 2019, 13:00 bis 14:00 Uhr

Barrie Kosky, Regisseur © thomas.m.jauk/stagepicture Foto: thomas m. jauk

Barrie Kosky verzaubert mit Offenbach

NDR Kultur - Klassik à la carte -

Fantasievoll, surreal, opulent, mit viel Witz und Erotik inszeniert Barrie Kosky, Chef der Komischen Oper Berlin, in dieser Saison in Salzburg "Orpheus in der Unterwelt".

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Als Barrie Kosky 2012 die Leitung der Komischen Oper in Berlin übernommen hatte, inszenierte er zuerst Mozarts "Zauberflöte". Die Aufführung wurde zum Triumph und Exportschlager. Mehr als 250.000 Menschen auf drei Kontinenten haben die Inszenierung gesehen. Bei den Salzburger Festspielen wird in dieser Saison Koskys Inszenierung von "Orpheus in der Unterwelt" zu sehen sein. Für ihn ist Offenbach einer der unterschätzten Komponisten mit seinen radikal neuen Ideen und seinem theatralischen Gespür für freche, subversive Stoffe.

"Orpheus"-Inszenierung bricht mit alter Opfer-Rolle

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Der deutsch-australische Opern- und Theaterregisseur Barrie Kosky lebt und arbeitet in Berlin.

Kosky ist es wichtig, in dem uralten Mythos von Orpheus und Eurydike nicht wie üblich Eurydike als Opfer zu sehen, sondern als eine Frau, die schließlich eine freie Entscheidung zugunsten der eigenen Lebenslust gegen den Ehemann fällt. Für Barrie Kosky ist das die Botschaft von Offenbachs bis heute lebendiger Operette, die bei der Uraufführung ein Skandal war und die Mächtigen auf die Schippe nahm. Wer immer Barrie Kosky als Regisseur erlebt hat, freut sich auf seine funkensprühenden, vitalen, ideenreichen Interpretationen. Im Gespräch bei Klassik à la carte verrät Barrie Kosky, worauf es ihm bei seiner Musikinszenierung ankommt.

Das Gespräch führte Annemarie Stoltenberg