Hörspiel

Möglicherweise gab es einen Zwischenfall

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:00 bis 20:58 Uhr

Ein Hörspiel von Chris Thorpe

Ein Mann stellt sich während des Tian’anmen-Massakers vor eine Reihe von Panzern.

Der englische Dramatiker Chris Thorpe versucht zur Sprache zu bringen, was uns gegenwärtig umtreibt: Terror und Angst, Rebellion und Repression, Extremismus und Opportunismus, Hoffnung und Verzweiflung. Was macht uns zu Helden? Ist es die Augenblicksentscheidung, im richtigen Moment das Richtige zu tun? In vier ineinander verwobenen Geschichten, die an tatsächliche Geschehnisse erinnern, konfrontiert Chris Thorpe seine Protagonisten mit katastrophal zugespitzten Situationen, die ihnen unausweichliche Entscheidungen abringen.

Was macht uns zu wahren Helden?

Eine Befreiungskämpferin, die zur Ministerin mutiert; ein Mann, der sich plötzlich gegen rollende Panzer stellt; eine Frau, deren Heimflug kein glückliches Ende nimmt, und ein Attentäter, der sich als Retter des alten Europa inszeniert. Am Ende, so stellt sich heraus, haben alle nur das Notwendige getan. Wo Kausalitäten und Zwangsläufigkeiten die Handlungsfäden spinnen - oder zumindest die der Erzählungen, die davon handeln -, greifen auch Kategorien wie Täter, Opfer oder Beobachter nicht mehr. Chris Thorpe allerdings vermeidet jeglichen gesellschaftlichen oder politischen Kommentar.

Das Hörspiel können wir leider nicht online zum Nachhören anbieten.

Mit Carolin Conrad, Inga Eickemeier, André Benndorff, Milian Zerzawy, Lena Drieschner und Markus Scheumann
Komposition: Martin Bezzola
Bearbeitung und Regie: Andreas Sauter
Produktion: SRF 2016 l 53 min.
Redaktion: Michael Becker

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