Glaubenssachen

Erinnerung an Klaus Eulenberger

Sonntag, 21. Oktober 2018, 08:40 bis 09:00 Uhr

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Klaus Eulenberger war seit 1975 Autor der "Glaubenssachen" auf NDR Kultur. Vergangene Woche ist er im Alter von 72 Jahren verstorben.

In der vergangenen Woche hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass der langjährige Glaubenssachen-Autor Klaus Eulenberger gestorben ist. Der evangelische Theologe wurde 72 Jahre alt. Klaus Eulenberger hat mit seinen leidenschaftlichen, bilderreichen und klugen Essays  die Reihe "Glaubenssachen" publizistisch mitgeprägt.

Von allen Autorinnen und Autoren war er am längsten dabei: Seit 1975, 43 Jahre lang. Seinen Themenschwerpunkt umriss er damit, religiöse Erkundungen der Wirklichkeit betreiben zu wollen. Dies ist ihm auf einzigartige Weise gelungen.

Klaus Eulenberger wurde 1946 in Preetz geboren und arbeitete bis 2010 am Predigerseminar Ratzeburg. Die Ausbildung des theologischen Nachwuchses in Norddeutschland lag ihm besonders am Herzen. Vielen Hörerinnen und Hörern von NDR Kultur und NDR Info war der evangelische Pastor aus Horneburg auch als Autor in den "Morgenandachten" bekannt. Wir möchten diese Woche an Klaus Eulenberger erinnern und ihn würdigen, indem wir eine seiner zahlreichen Glaubenssachen-Sendungen noch einmal zu Gehör bringen. Den ursprünglich für heute vorgesehenen Essay über den Rosenkranz werden wir im nächsten Jahr ausstrahlen.

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Leben heißt: Zeichnen ohne Radiergummi

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Über das Unwiderrufliche
Von Klaus Eulenberger

Frühere Generationen waren überzeugt, man könne Regeln für das "richtige" Leben finden und sie an die Kinder und Enkel weitergeben. Solche Regeln wurden oft überholt durch das, was niemand vorhersehen konnte. "Was geschehen, ist geschehen" (Bertolt Brecht). Das Vergangene lässt sich nicht ändern. Ein Grafiker kann ein Bild verwerfen, dicke Striche über zarte Linien zeichnen. Biografien hingegen sind nur nach vorn, in die Zukunft hinein offen. Aber jeder Mensch hat die Möglichkeit, sein Verhältnis zu den von ihm gezeichneten Lebenslinien neu zu bestimmen. Wird das Unwiderrufliche so erträglich?