Sendedatum: 04.10.2013 15:20 Uhr Archiv

Schächten und Opfern im Islam

von Michael Hollenbach
Ein Lamm liegt auf einer Wiese und schaut in die Kamera © dpa Foto: Carsten Rehder
Was wiegt schwerer: das Grundrecht der Religionsfreiheit oder der Tierschutz? Eine Frage, die immer wieder vor dem islamischen Opferfest diskutiert wird.

Vom 15. bis zum 18. Oktober feiern die Muslime eines ihrer wichtigsten Feste: das Opferfest. Erinnert wird an Abraham bzw. Ibrahim, den Urvater von Judentum, Christentum und Islam, der sogar bereit war, seinen Sohn zu opfern, um Gottes Willen zu erfüllen. Allah habe - der Überlieferung zufolge -  Ibrahims Gottvertrauen gesehen und nicht auf der Opferung des Sohnes bestanden, sondern habe ein Tieropfer angenommen.

Zwei Schafe grasen auf einer Wiese. © NDR Foto: Frank Ihben

AUDIO: Schächten und Opfern im Islam (4 Min)

Tradition oder Tierquälerei?

Das Ritual des Tieropfers wird noch heute aufgegriffen, in dem Muslime zum Fest ein Tier schächten. Beim Schächten wird das Tier mit einem schnellen Schnitt durch die Kehle getötet. Eine Methode, gegen die Tierschützer heftig protestieren. Sie fordern zumindest eine vorherige Betäubung der Tiere. Unter Muslimen ist allerdings umstritten, ob eine Betäubung vor dem Schächten den religiösen Vorschriften entspricht.

Übersicht
Die Kuppel des Felsendoms in Jerusalem © NDR

Freitagsforum

Reportagen aus dem Alltag von Muslimen, Berichte über innermuslimische Debatten und Beiträge von Gastautoren zu aktuellen Themen: Das alles bietet das Freitagsforum. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Freitagsforum | 04.10.2013 | 15:20 Uhr

NDR Kultur Livestream

Matinee

09:00 - 13:00 Uhr
Live hörenTitelliste