Am Morgen vorgelesen

Die Sonnabend-Story: Das Tagebuch der Anne Frank

Samstag, 08. Juni 2019, 08:30 bis 09:00 Uhr

Bild vergrößern
Anne Frank im Jahr 1941.

Geboren wurde Anne Frank am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main. Ihre Eltern flohen mit ihr und ihrer älteren Schwester Margot 1934 vor den Nazis in die Niederlande nach Amsterdam. Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande besetzt hatte, lebte die Familie Frank auch in Amsterdam in ständiger Lebensgefahr. Im Juli 1942 begab sie sich schließlich in ein Versteck, in ein Hinterhaus in der Prinsengracht, um dem Terrorregime zu entgehen. Zwei Jahre lebten sie dort zusammen mit einer anderen jüdischen Familie unentdeckt, aber im August 1944 wurden sie verraten, verhaftet und deportiert. Alle, bis auf Otto Frank, Annes Vater wurden in Konzentrationslagern ermordet. Anne in Bergen-Belsen.

Das Tagebuch als wichtiger Wegbegleiter

Zu ihrem 13. Geburtstag hatte sie ein kleines Notizbuch geschenkt bekommen, dass sie noch am selben Tag für ihren ersten Tagebucheintrag nutzte, nichtsahnend dass dieses Büchlein ihr in den nächsten Jahren ein überaus wichtiger Wegbegleiter werden sollte. Diese Aufzeichnungen eines jungen jüdischen Mädchens, das durch den Nationalsozialismus erst um seine Jugend und dann um sein Leben gebracht worden ist, wurde 2009 von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Zusammen mit Judith Kerrs "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" hat das "Tagebuch der Anne Frank" maßgeblich dazu beigetragen, gerade jungen Menschen das Elend und die Verbrechen des Nazi-Regimes ins Bewusstsein zu bringen.