Die NachDenker

Die NDR Kultur NachDenker: Rainer Sütfeld, Ulrich Kühn und Alexander Solloch.

Nachdenken, was in der Woche geschehen ist. Nachsinnen über Kulturereignisse, gesellschaftspolitische Bewegungen, Naturgewalten oder allzu Menschliches - über das, was alle oder nur die NachDenker aufgeregt hat. Persönlich, kritisch und gern auch mit ein wenig Bösartigkeit gespickt, so ist sie, die Kolumne, für die die drei sehr unterschiedlichen NachDenker hier jeden Freitag stehen.

Die Kolumnisten:

  • Rainer Sütfeld

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    Rainer Suetfeld

    "Abscheu und Empörung" sind mein Ding nicht - aber gehörig aufregen kann ich mich schon, um mich dann zu fragen, warum sie nicht vorher nachgedacht haben, diese aufgeblähten Kulturvermittler oder jene PolitikerInnen, denen ihr Bild wichtiger ist als ihre Aufgabe, und die Internetkonzerne, denen Bücher und Gesetze schlicht egal sind. Da bleibt mir nur, nachzudenken über den wöchentlichen Wahnsinn.

  • Alexander Solloch

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    Alexander Solloch

    Ein Gedanke: "Es ist wirklich erstaunlich, zu welch aufreizend hübschen Dingen einen das Missbehagen treiben kann." Kurt Tucholsky kam zu diesem Schluss: Verdruss über den Lauf der Dinge und das Treiben der Menschen erzeugt nur Schönes, nämlich Scharfsinn und Witz. Macht am Ende also Übellaunigkeit glücklich? Das wäre doch tieferen Nachdenkens wert. Und falls sich mal herausstellt, dass sogar Wohlbehagen aufreizend Hübsches entstehen lassen kann, dann wird Nachdenker Solloch das hinnehmen, wenn auch - verdrossen.

  • Ulrich Kühn

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    Ulrich Kühn

    Die Welt ist verrückt, und man muss es ihr sagen. Die Welt ist absurd, und man muss es ihr sagen. Wer macht die Welt absurd und verrückt? Du und ich und die Idioten da draußen. Drum liebe ich das Spiel mit der Sprache. Es ist das ernsteste Spiel. Es hebt Wahn und Witz ans Licht. Steht schon in der Bibel: "Deine Sprache verrät dich." Auch dich, Politiker. Auch dich, Intendantin. Und dich, toller Maler, der so vielsagend schweigt. Lauschen wir dem großen Geschwätz. Und vergessen wir nie: Auch Bilder sind geschwätzig. Denn die ganze Welt ist verrückt. Und einer muss es ihr sagen.

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Die Kolumnen in der Übersicht:

Der Ja-Rückblick

15.12.2017 10:20 Uhr

Ein Jahr verlange, noch einmal beschaut zu werden, meint NachDenker Alexander Solloch. Und genau das macht er auch, sogar mit der Erkenntnis: 2017 war ein gutes Jahr. mehr

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280 Zeichen sind genug

08.12.2017 10:20 Uhr

Die Welt braucht nicht mehr viele Worte, um unterzugehen. 280 Zeichen reichen, um Schicksale zu besiegeln. Warum also lange Reden schwingen, meint NachDenker Rainer Sütfeld. mehr

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Wie man das Land voranbringt

01.12.2017 10:20 Uhr

Es gibt noch Menschen, die Kinder haben und Enkel. Sie hätten ganz gern, dass ihnen noch ein bewohnbarer Planet bleibt. Das ist aber nicht so ganz leicht, findet NachDenker Alexander Solloch. mehr

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Abheben, Deutschland!

24.11.2017 10:20 Uhr

NachDenker Ulrich Kühn hat einen Albtraum. Mit dem Air Berlin-Flieger geht es vom Flughafen BER im Sturzflug in die Realität zurück. mehr

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"Wer hat, der hat – vielleicht auch einen echten da Vinci"

17.11.2017 10:20 Uhr

NachDenker Rainer Sütfeld fragt sich, was Christus oder Leonardo da Vinci selbst über den absurden Preis für "Salvator Mundi" denken würden. mehr