Das Gespräch

Juna Grossmann über Antisemitismus im Alltag

Samstag, 22. Dezember 2018, 18:00 bis 18:30 Uhr

"Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus" heißt ein Buch, das die Bloggerin Juna Grossmann kürzlich veröffentlicht hat. Seit zehn Jahren betreibt sie den Blog "irgendwiejuedisch.de" - und schildert dort ihre Erlebnisse und Erfahrungen als Jüdin in Deutschland, über antisemitische Äußerungen und ihren Umgang damit.

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Im September 2018 ist Juna Grossmanns Buch "Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus" bei Droemer Knaur erschienen.

Geboren 1976 in Ost-Berlin, spürte Grossmann bereits als Kind in der DDR, was es bedeutet, diskriminiert zu werden - etwa in der Schule. Intensiver mit ihrer jüdischen Herkunft hat sie sich erst später beschäftigt. Heute ist sie bundesweit häufig in Schulen zu Besuch, um mit Jugendlichen über das Jüdisch-Sein in Deutschland zu reden.

Der Ton der Debatte, sagt Grossmann, habe sich in den vergangenen Jahren verschärft - insbesondere die Kritik am Staat Israel und seiner Politik habe zugenommen. Auch wenn unangenehme Erfahrungen von Jüdinnen und Juden meist unterhalb der Strafbarkeitsgrenze liegen: Dass der Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, merkt auch die in Berlin lebende Museumsfachfrau.

Im Gespräch mit Almut Engelien berichtet Juna Grossmann von ihren alltäglichen Erfahrungen als deutsche Jüdin - und wie sie mit Anfeindungen umgeht.