Das Gespräch

Gast: Inger-Maria Mahlke

Samstag, 08. September 2018, 18:00 bis 18:30 Uhr

Klar und aufs Äußerste reduziert ist die Sprache von Inger-Maria Mahlke. Und doch sind die Texte der 1972 in Hamburg geborenen und in Lübeck aufgewachsenen Autorin nicht harsch, sondern in ihrer Konzentration auf Details immer auch poetisch. Schon früh hat sie Spaß gefunden an dieser Reduktion, das Jurastudium hat dazu für ein gehöriges Maß an Präzision gesorgt. Lange wusste Inger-Maria Mahlke nicht, dass Schreiben mehr als nur ein Hobby sein kann. Dann sorgte sie gleich mit ihrem ersten Roman "Silberfischchen" für Aufsehen, inzwischen sind drei weitere gefolgt.

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Inger-Maria Mahlke erzählt in "Archipel" eine Familiengeschichte, die auf Teneriffa spielt.

"Archipel", gerade erschienen und auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, darf wohl als ihr bisheriges "Opus magnum" gelten. Die Geschichte spielt auf Teneriffa, von dort stammt die Mutter der Autorin. Schon immer, erzählt Mahlke im Gespräch mit Katja Weise, habe sie über die Insel schreiben wollen, weil das Leben dort so anders sei als in der norddeutschen, bürgerlichen Vorstadt-Welt, in der sie aufgewachsen sei: "Ich glaube, ich habe irgendwann angefangen, mir Gedanken zu machen, wie man etwas formuliert, um diesen Zwiespalt zwischen diesen beiden Welten irgendwie zu überbrücken."