Das Gespräch

Gast: Sandra Richter

Samstag, 29. Dezember 2018, 18:00 bis 18:30 Uhr

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Als erste Frau leitet Sandra Richter vom 1. Januar an das Deutsche Literaturarchiv Marbach.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach kann als der Gedächtnisspeicher der deutschsprachigen Literatur bezeichnet werden: Mehr als 1.400 Vor- und Nachlässe enthält die Handschriften-Sammlung, gelagert in 40.000 Aufbewahrungsboxen. Entstanden aus dem Schiller-Kult am Geburtsort des Dichters, gegründet 1955 vor allem für die Literatur des 20. Jahrhunderts, ist das DLA mit dem Schiller-Nationalmuseum, dem Literaturmuseum der Moderne und einer umfangreichen Bibliothek heute ein Zentrum der internationalen Begegnung und Forschung. Die großen Ausstellungen sowie die Kooperationen mit Literaturarchiven weltweit hat maßgeblich Ulrich Raulff vorangetrieben, der 14 Jahre lang Direktor des DLA war.

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Die Neue für das DLA

Vom 1. Januar 2019 an wird das Haus nun erstmals von einer Frau und erstmals von einer Germanistin geleitet: Die Literatur-Professorin Sandra Richter, Jahrgang 1973, wechselt von der Universität Stuttgart nach Marbach. Sie hat in Hamburg studiert, in Gießen promoviert und ihre erste Professur bereits mit 34 Jahren am King's College in London angetreten. Nach Lehraufenthalten in Paris, Cambridge, Philadelphia und Peking leitet sie seit 2014 das "Stuttgart Research Centre for Text Studies", das Literatur auch digital erforscht.

Welche Pläne hat Richter für das Deutsche Literaturarchiv Marbach? Was treibt die Mutter zweier Kinder an, die in einer Arbeiterfamilie in einem Dorf bei Kassel aufgewachsen ist? Über ihren persönlichen Werdegang, ihre "Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur" und über die Zukunft von Archiven in Zeiten der Digitalisierung spricht Sandra Richter mit Natascha Freundel.