Das Gespräch

Gast: Die Berliner Künstlerin Alicja Kwade

Samstag, 13. Juli 2019, 18:00 bis 18:30 Uhr

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In New York ist eine Skulptur der Berliner Künstlerin Alicja Kwade ausgestellt.

Auf dem Dach des Metropolitan Museum of Art in New York ist in diesem Sommer eine Skulptur der Berliner Künstlerin Alicja Kwade ausgestellt: Sie besteht aus großen und schweren Steinkugeln, die von einem filigranen Stahlgerüst gehalten werden. Ein vielschichtiges Werk, das etwa die „New York Times“ zu einer Lobeshymne veranlasst hat. Kwade spielt in ihrer Kunst mit Realitäten, mit Wahrheiten, mit Wahrnehmungen des Publikums. Mal zerbröselt sie 500 Champagnerflaschen, so dass ein Haufen feiner, grüner Staub übrigbleibt. Mal beklebt sie Kohlebriketts mit Blattgold. Mal veredelt sie Berliner Kiesel- zu Edelsteinen, indem sie diese „Bordsteinjuwelen“ wie Diamanten schleift.

"Wo das Verständnis aufhört, fängt die Kreation meiner Gedanken an"

1979 in Katowice in Polen geboren, kam Kwade mit ihren Eltern als Kind nach Westdeutschland; als der Eiserne Vorhang fiel, war sie zehn Jahre alt. Ende der 1990er Jahre ging sie zum Studium nach Berlin und erlebte dort zusammen mit Freunden eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderung – eine Zeit, die auch ihre Kunst geprägt hat. „Da wo wir irgendwas nicht mehr erklären können und nicht argumentieren und nicht verstehen, hört ja das Wissen, das Verständnis, die Nachvollziehbarkeit auf. Da fängt die Kreation meiner Gedanken an – wo ich mich frage: Warum ist das so? Was führt zu einer Situation? Was bestimmt eine Situation?“

Die international gefragte Künstlerin Alicja Kwade spricht mit Benedikt Scheper über die Motivation für ihre Kunst und über die Preisentwicklung auf dem globalen Kunstmarkt, über ihre Erinnerungen an die Wendezeit und über ihren Traum von einem grenzenlosen Europa.

Das Gespräch führte Benedikt Scheper

 

Kunst von Alicja Kwade im Atelier © Oliver Mark Foto: Oliver Mark

Das Gespräch: Alicja Kwade

NDR Kultur - Das Gespräch -

Die Berliner Künstlerin Alicja Kwade spielt in ihrer Kunst gerne mit Realitäten und Wahrnehmungen. Nun ist eine Skulptur von ihr in New York ausgestellt.

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