Das Gespräch

Grenzenlose Gespräche

Samstag, 09. November 2019, 18:00 bis 18:30 Uhr

Altbundespräsident Joachim Gauck und Andrea Schwyzer © NDR

Grenzenloses Gespräch. Joachim Gauck

NDR Kultur - Klassisch unterwegs -

Im Rahmen der Reihe "Grenzenlosen Gespräche" spricht der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck über innerdeutsche Befindlichkeiten, Klischees und aktuelle politische St

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"Wir müssen uns hüten, mit Verachtung von hier nach dort zu gucken": Das sagt Joachim Gauck, 30 Jahre nach dem 9. November 1989. Der ehemalige Bundespräsident warnt vor möglichen Ressentiments, die das Verhältnis von Ost und West unnötig belasten. Die Prägung von 40 Jahren DDR-Diktatur dürfe nicht unterschätzt werden und schon gar nicht zu einer "Charaktermauer" führen, so Gauck. Allerdings konstatiert der studierte Theologe auch, dass die Widersprüche zwischen Ost und Ost bedeutend größer sind als die zwischen Ost und West.

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Joachim Gauck ist 1940 in Rostock geboren und hat als evangelischer Pfarrer den kirchlichen und gesellschaftlichen Widerstand gegen den SED-Staat mitinitiiert. Im März 1990 wurde er in der zum ersten Mal frei gewählten Volkskammer Abgeordneter für das Bündnis 90, von 1990 bis 2000 war er Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen und von 2012 bis 2017 Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland.

"Wir dürfen die einfache Sprache nicht den Populisten überlassen"

In der zehnten und letzten Folge unserer NDR-Kultur-Reihe "Grenzenlose Gespräche. Begegnungen 30 Jahre nach dem Mauerfall" äußert sich der ehemalige Bundespräsident auch zur aktuellen politischen Situation: Dass rund die Hälfte der Menschen bei der Landtagswahl in Thüringen den Rändern ihre Stimme gab, deutet er als eine Art Protest. Um mit diesen "Denkzettelwählern" wieder ins Gespräch zu kommen, um ihnen wieder Vertrauen in die Demokratie zu geben, brauche es eine Sprache die "erhellend und erleuchtend" ist. Die einfache Sprache dürfe man nicht den Populisten überlassen, so Gauck. Außerdem gehöre zu einem offenen Wort auch die Einladung zur Teilhabe, so seine Überzeugung: "Denn die Masse ist auch noch durch etwas anderes bedroht: nämlich durch Inaktivität."

Im Gespräch mit Andrea Schwyzer am NDR-Thementag "30 Jahre grenzenlos - wir im Norden" skizziert Joachim Gauck auf NDR Kultur sein Bild von der deutschen Gesellschaft und was sie in Zukunft beschäftigen wird. Seine Wünsche sind mit einem Plädoyer verbunden: für mehr Engagement und offen gelebte Toleranz.

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