Soirée

das neue werk

Sonntag, 18. Juni 2017, 22:00 bis 00:00 Uhr

Das Frankfurter Ensemble Modern ist ein immer wieder gern gesehener Gast der Reihe NDR das neue werk. Im April präsentierten die Musiker ein Komponistenporträt Vito Žurajs. Kompositionspreise hat Vito Žuraj schon etliche erhalten, zuletzt den Claudio-Abbado-Preis der Berliner Philharmoniker. Doch was bedeuten Preise - wichtiger bleiben am Ende die Erfolge der Werke bei Publikum und Musikern, und über deren Zuspruch kann sich der Slowene in seiner jungen Karriere wirklich nicht beklagen.

Das Ensemble Modern spielt Werke von Vito Žuraj

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Bewährte Zusammenarbeit: Mit den Musikern des Ensemble Modern versteht sich Vito Žuraj besonders gut.

Was macht das Besondere seiner Musik aus? "Zurajs Klangsprache ist spektakulär, die Materialbeherrschung in der Behandlung unerwarteter Geräuschsäulen und -orkane beeindruckend", formulierte es einmal eine Jury von Musikexperten. Hochoriginell ist auch eine der wiederkehrenden Quellen seiner musikalischen Inspiration: Der Komponist ist erklärter Tennisfan, und das ist an Werktiteln wie "Top Spin", "Changeover" oder "Deuce" auch deutlich abzulesen. Raumkonzeptionen, Bewegungen im Raum spielen stets eine wichtige Rolle; in "Top spin" etwa müssen die drei Schlagzeuger immer schneller ihr Drumset umkreisen, was zu wahrhaft leistungssportlichen Intensitäten führt. Am wichtigsten ist für Žuraj aber die Symbiose mit den Interpreten seiner Musik - insbesondere mit den Musikern des Ensemble Modern.

Das Programm

Porträt Vito Žuraj
Werke von Vito Žuraj

Ensemble Modern:
Jaan Bossier Klarinette, Bassklarinette
Nina Janßen-Deinzer Klarinette, Kontrabassklarinette
Johannes Schwarz Fagott
Saar Berger Horn
Sava Stoianov Trompete
Hermann Kretzschmar Klavier
Rumi Ogawa Schlagzeug
David Haller Schlagzeug
Slavik Stakhov Schlagzeug
Stefan Hussong Akkordeon
Megumi Kasakawa Viola
Michael M. Kasper Violoncello
Paul Cannon Kontrabass

Rinnat Moriah Sopran
Vito Zuraj Einstudierung
Patrick Hahn Moderation

Aufzeichnung vom 10. April 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg

Morton Feldmans Filmmusiken mit dem ensemble recherche

Das ensemble recherche widmete sein Debütkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie ganz dem Komponisten Morton Feldman. Als Höhepunkte des vielfältigen Konzertprogramms spielte das Ensemble einige von Feldmans unbekannteren Filmmusiken.

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Das ensemble recherche hat seit seiner Gründung 1985 bereits über 600 Uraufführungen auf die Bühne gebracht und so die zeitgenössische Ensemblemusik entscheidend mitgestaltet.

Film und Malerei gehörten zu den Bereichen der Kunst, die Morton Feldman immer faszinierten. Insofern war es kein Zufall, dass er seinen Durchbruch als junger Komponist Anfang der 50er-Jahre erzielte, als er zur Mitwirkung an einem Projekt eingeladen wurde, das diese beiden Sphären zusammenführte: Er erhielt den prestigeträchtigen Auftrag, die Musik für Hans Namuths Dokumentarfilm über den großen amerikanischen Maler Jackson Pollock zu schreiben. Das Honorar bestand in einer Pollock-Zeichnung - kein Wunder also, dass weitere Filmmusiken folgten, unter denen vor allem die zu einem De Kooning-Film herausragt, ein weiteres Malerporträt, das zwölf Jahre später entstand.

Diese zentralen Kompositionen Feldmans spielt das ensemble recherche im Rahmen seines Debüts in der Elbphilharmonie live zur Filmprojektion, eingebunden in ein fein austariertes Kammerprogramm, das noch weitere seiner schönsten und wirkungsvollsten Werke vereint.

Das Programm

Music, Paintings & Film
Werke von Morton Feldman

ensemble recherche:
Martin Fahlenbock Flöte
Jaime González Oboe
Shizuyo Oka Klarinette
Melise Mellinger Violine
Barbara Maurer Viola
Åsa Åkerberg Violoncello
Klaus Steffes-Holländer Klavier
Christian Dierstein Schlagzeug
Lisa Fornhammar Sopran
als Gäste:
Julian Baucke Horn
Lucas Fels Violoncello

Aufzeichnung vom 6. März 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg

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