Opernkonzert

Ruggero Leoncavallos "Zazà" aus dem Theater an der Wien

Samstag, 24. Oktober 2020, 20:00 bis 23:00 Uhr

Der Komponist Ruggero Leoncavallo im Porträt. © picture alliance / akg Foto: akg-images
"Zazà"-Komponist Ruggero Leoncavallo (1857-1919)

Er war eines der vielversprechendsten Operntalente im späten 19. Jahrhundert: Ruggero Leoncavallo. Bis heute bekannt und beliebt ist seine Oper "Pagliacci" ("Der Bajazzo"), uraufgeführt 1892. Sein Opern-Erstling - und gleichzeitig sein größter Erfolg. Leoncavallo war das denkwürdige Schicksal beschieden, dass er kaum je daran anknüpfen konnte. Nicht zuletzt lag das daran, dass ein anderer großer Meister ihm meist ein paar Schritte voraus war: Giacomo Puccini. Dessen "La Bohème" kam im Februar 1896 in Turin heraus. Leoncavallo schrieb derweil ebenfalls an einer "Bohème", die im Mai 1897 in "La Fenice" in Venedig aus der Taufe gehoben wurde. Der Ort glanzvoll, aber - wie man heute sagen würde - denkbar schlechtes Timing. An den Kassenschlager, den Puccini geschrieben hatte, kam Leoncavallo nicht heran.

"Zazà": Veritabler Opernerfolg mit Arturo Toscanini am Pult

Doch Leoncavallo ließ sich nicht entmutigen. Mit "Zazà" schrieb er eine weitere Oper, die 1900 im Mailänder Teatro Lirico erstmals erklang. Als Dirigent hätte sich Leoncavallo niemanden Besseres wünschen können: Der legendäre Arturo Toscanini stand am Pult. Er verhalf der Oper zu einem veritablen Erfolg. Die rührende Geschichte dreht sich um die Varietésängerin Zazà und ihre Liebe zu dem verheirateten Sänger Milio und spielt in der schillernden Welt von St. Etienne und Paris an der Wende zum 20. Jahrhundert.

Christof Loys Inszenierung am Theater an der Wien

Das Theater an der Wien hat die selten gespielte Oper im September 2020 in einer Inszenierung von Christof Loy auf die Bühne gebracht, mit Svetlana Aksenova in der anspruchsvollen Partie der Zazà, Nilolai Schukoff als Milio und Stefan Soltész am Pult des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien.

Ruggero Leoncavallo: "Zazà"

Commedia lirica in vier Akten
Libretto von Ruggero Leoncavallo unter Mitarbeit von Carlo Zangarini

Zazà: Svetlana Aksenova
Anaide, ihre Mutter: Enkelejda Shkosa
Floriana, Varietésängerin / Madame Dufresne: Dorothea Herbert
Natalia, Zazàs Freudin: Juliette Mars
Milio Dufresne: Nikolai Schukoff
Totó Dufrense, ihre Tochter: Livia Gallenga
Cascart, Varietésänger: Christopher Maltman
Bussy, Journalist: Tobias Greenhalgh
Courtois, Theaterdirektor: Paul Schweinester
Duclou, Inspizient: Dumitru Mãdãraºãn
Augusto, Hilfsinspizient / Marco, Concerierge bei Dufresne: Johannes Bamberger
Ein Herr: Patrick Maria Kühn
Claretta, Tänzerin: Ena Topcibasic
Simona, Tänzerin: Liliya Namisnyk
Zwei spanische Tänzer: Anna Possarnig / Elias Morales
Zwei Clowns: Beatriz Delgardo Flores / Elvis Grezda
Zwei Artisten: Nopp / Diego Federico
Ankleiderin: Lilo Besold
Feuerwehrmann: Fabio Coutinho

Arnold Schoenberg Chor
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Ltg.: Stefan Soltész

Aufzeichnung vom 16. September 2020 aus dem Theater an der Wien in Österreich

Weitere Informationen
Szene aus "Hoffmanns Erzählungen" © Vincent Leifer

Opernkonzert

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